30.03.2010

Suchmaschinen - Selbstbetrug: Warum Googlen Ihre SEO Ergebnisse verzerrt

Also, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber meine Kollegen und ich suchen uns ab und zu selbst bei Google. Einfach, um mal zu sehen, wo wir so stehen. Ob wir gefunden werden und unter welchen Keywords. Gerade, wenn ich an meiner Website und am SEM (Suchmaschinenmarketing) gefummelt habe, interessiert mich natürlich, wo ich bei Google erscheine.

Ab sofort werde ich nicht mehr leichtsinnig googeln.

Heute las ich in einem Marketing-Newsletter, welche Konsequenzen die neue angepasste Google-Suche hat. Ehrlich, ich habe mir darüber bisher keine Gedanken gemacht. Außer, dass ich dieses angepasste Zeugs nicht mag, weil ich ja da nicht finden kann, was ich wirklich suche. War zumindest meine erste Reaktion. Ich mag keine vorgefilterten Informationen, wenn ich recherchiere.

Darum geht es: Was Google sich auch immer dabei denkt: es zeigt uns jetzt nur noch Suchergebnisse an, die unserem Suchverhalten entsprechen. Egal, ob wir bei Google eingelogged sind oder nicht. Das heißt,

  • suchen wir unser Unternehmen selbst, erscheint es bei uns immer weit oben im organischen Ranking. Aber nur bei uns! Das sagt nichts darüber, wo unsere Kunden uns finden. Wir sehen also, was wir sehen wollen: uns auf Nummer 1 bei Google! ;-) Unsere Kunden, die uns so sehen sollten, sehen indessen etwas völlig anderes. Nämlich das, wonach sie üblicherweise suchen. Wahrscheinlich suchen sie nicht täglich nach uns. Das ist die bittere Realität :-(
  • um Suche zu personalisieren, werden die Nutzerdaten (IP-Adresse Ihres PCs und Suchverhalten) über Cookies gespeichert. Der Datenschützer bekommt dabei schonmal akute Atemnot. Denn die IP-Adresse ist fast wie eine Personalausweisnummer für Ihren Computer - und damit für dessen Besitzer - im Netz. Die Google-DatenKrake in Aktion.

Macht da SEO und SEM überhaupt noch Sinn?

Siiicher dat. Jetzt kommt das in den Mittelpunkt, was die Guten der SEO-Gilde schon länger raten: so genannte Longtail-Keywords nutzen. Also Keywords, die aus mehreren Worten, sogar einem ganzen Satz bestehen. So, wie Menschen eben oft tatsächlich suchen.

Zum Beispiel suchen manche vielleicht nach "Werbetexter". Ein verzweifelter Unternehmer auf Kundensuche nach mehreren Enttäuschungen mit den Werbeergebnissen von Wald-und-Wiesen-Werbetextern tippt vielleicht "Werbebrief, der wirklich verkauft" oder "Verkaufstexter für XY-Branche gesucht" ein. Lange Keywords haben noch einen Vorteil: Sie beschreiben besser als ein allgemeines Keyword, was Sie für Ihre Kunden tun. Aus Kundensicht.  

Stellen Sie sich einfach vor, wonach Sie suchen würden, wenn Sie sich finden wollten! Sie bekommen dadurch gezielten, vorqualifizierten Traffic, der besser konvertiert. Also Suchende im Web, die auch wirklich bei Ihnen kaufen. Denn was letztlich zählt, ist nicht die Besucherzahl, sondern die Conversionrate Ihrer Website. Das freut wiederum Sie, die etwas verkaufen möchten. Und mich, weil ich als Verkaufstexterin ewig predige: nicht allein Traffic, sondern vielmehr Klickraten und Conversion = Umsatz sind entscheidend.

Und was ist mit Datenschutz?

Wenn Sie nicht möchten, dass jemand weiß, wonach Sie suchen. Oder dass Ihre Suche überhaupt personalisiert und Ihre Daten gespeichert werden, können Sie folgendes tun:

  • legen Sie in Ihrem Browser (Optionen/ Extras) fest, dass bei jedem Schließen des Browsers sämtliche Cookies gelöscht werden. Zum Beispiel bei Firefox ganz einfach.
  • Vor jeder Google-Suche nach Ihrem Unternehmen Cookies löschen.
  • Alternative Suchmaschinen wie Forrestle oder Meta-Suchmaschinen nutzen.
  • Bei der Google-Suche rechts oben unter "Webprotokoll" die Personalisierung einfach abschalten.
Insider-Infos:


Mehr dazu finden Sie im Newsletter "Werbepraxis aktuell" http://www.werbepraxis-aktuell.de/newsletter.html

weitergehende Tipps gibt´s z.B. hier:
http://seo-marketing-blog.de/goatix/personalisierte-google-suche-fuer-alle/

und hier
http://www.cemper.at/seo-knowhow/personalisierte-google-suche-fur-alle

25.03.2010

Wie ein fiktives Gespräch Ihre Verkaufszahlen explodieren lässt

Womit ködern Sie die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden? Banale Langweiler wie "wir möchten Ihnen heute unser tolles XY-Produkt empfehlen" oder "Wir möchten, dass Sie..." oder "Kennen Sie schon unser neues..." in Werbetexten sind tödlich. So gewinnen Sie keine Kunden.  
Alles entscheidend ist die Antwort auf die Frage: Was will Ihr Kunde wirklich?


Fragen Sie ihn! Geht das nicht - klinken Sie sich in sein Kopfkino ein!  Stellen Sie sich den durchschnittlichen Vertreter Ihrer Zielgruppe vor. Idealerweise kennen Sie jemanden, der genauso ist. Denken Sie an diese Person.
  • Was geht dieser Person an einem normalen Tag üblicherweise durch den Kopf?
  • Welche Sorgen hat er?
  • Was macht ihm Freude, wovon träumt er?
  • Welche Situationen erlebt er?
Bezogen auf Ihr Angebot:
  • Wie steht er dazu?
  • Wie steht er zu dem Thema im Allgemeinen?
  • Was hält ihn nachts wach?
  • Welches Problem kann Ihr Produkt für ihn lösen? usw.
Fangen Sie ein Gespräch mit ihm an! Gehen Sie im Kopf Ihres Kunden spazieren, um herauszufinden, welchen Monolog er den ganzen Tag über und in bestimmten Situationen (bezüglich Ihres Produktes) führt. Welche Bedürfnisse erfüllt Ihr Produkt? Womit packen Sie ihn? Wenn Sie es schaffen, mit Ihrem Verkaufstext den Monolog des potenziellen Kunden in einen Dialog mit Ihnen zu verwandeln, geht Ihre Response durch die Decke!!!
 

16.03.2010

Horror pur - und Sie mittendrin: Der Leinwandheld telefoniert - Ihr Handy klingelt

Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich im Kino einen Horrorfilm an. Ihr Herz rast vor Aufregung. Sie sind völlig angespannt, was als nächstes passiert. Der Hauptdarsteller auf der Flucht vor dem Bösen greift für den letzten Notruf zum Telefon,...
Und - Ihr Handy klingelt!


Erschrocken?


Nein, da stört Sie niemand unerwünscht. Im Gegenteil: Sie werden direkt von der Leinwand aus angerufen. Ihre Hilfe ist gefragt! Sie sind der rettende Held. Unglaublich, aber wahr! Wollten Sie nicht schon manchmal in einen Film hineinspringen und die Handlung mitgestalten, den Ausgang der Geschichte ändern? Das können Sie jetzt durch modernste Spracherkennungs-Software. 


Spielen Sie im nächsten Horrorfilm mit! Das Kino der Zukunft ist interaktiv.


Die Technik macht´s möglich: Küftig können Sie im Kino von Ihrem Sitz aus direkt Einfluss auf das Filmgeschehen nehmen. Die Zeiten, in denen es sich schickte, das Handy im Kino auszuschalten, sind vorbei. Im Gegenteil: Handy ausdrücklich erwünscht zum aktiven Mitspielen im laufenden Film.


Die Werbeagentur Jung von Matt hat dazu einen Spot gedreht:





Mittendrin statt nur dabei!

Natürlich lässt  das die Fantasie der Werbewirtschaft sprühen! Welch unbegrenzte Möglichkeiten entwicklen sich aus dieser Technik? Individuelle Werbebotschaften, wo immer Sie gehen und stehen... Bequeme Bewirtung auch im Kino am Platz: Popkorn alle? Kein Problem. Einfach per Handy ordern. Vielleicht werden Sie auch direkt im Film angerufen, ob Sie etwas wünschen - wie im restaurant ;-)) 

Wir dürfen gespannt bleiben, welche neuen Möglichkeiten der interaktiven Verbrauchertipps und Ideen für individuellen Kundenservice daraus entstehen. Wie immer hat auch diese Medaille zwei Seiten.

Quelle: Werbepraxis Aktuell

15.03.2010

30 % Frauenquote bei der Telekom (warum nicht 50 %?): Diskriminierung für ein besseres Image


Liebe Telekom und Befürworter dieses Quoten-Schwachsinns:
das ist gut gemeint, aber völlig am Ziel vorbei. So lange Frauen als besonders förderwürdig angesehen werden, ist das Frauenbild reichlich verzerrt. Wir sind weder minderbemittelt und schwach noch vom Aussterben bedroht.

Wir sind mindestens ebenso intelligent und leistungsfähig wie Männer. Unsere Stärken liegen sinnvollerweise auf anderen Gebieten als bei Männern. Sonst gäbe es auch nicht zwei Geschlechter. Dass Frauen einfühlsamer und diplomatischer als Führungskräfte sind, durch Intuition manches einfacher und weitsichtiger regeln können als Männer, ist kein Geheimnis. Dafür setzen sich Männer besser durch, wenn es hart auf hart kommt und bewahren leichter einen kühlen Kopf. Die Mischung macht´s und nicht die Gleichmacherei! Hand in Hand würde diese wundervolle Kombination sicher viele Unternehmen deutlich nach vorn bringen.

Ich bin überzeugt, dass im gerade beginnenden Zeitalter der weiblichen Energien ohnehin weibliche Qualitäten zunehmend gefragt sind. Dazu braucht es keine Quoten. (Oder dienen die dazu, den weiblichen Ansturm auf die Führungsetagen zu begrenzen? http://ow.ly/1ljHE ;-))

Wenn wir Quoten nötig haben, um Karriere zu machen, heißt das doch, wir wären nicht in der Lage, es durch unsere Leistung zu schaffen. Und das ist Blödsinn. Vielleicht wäre es sinnvoll zu bedenken, dass Frauen - vor allem Mütter - notwendigerweise gute Managerinnen mit besonderen Führungsqualitäten z.B. in Sachen Personal sein müssen. Wir haben andere Strategien als Männer. Nicht minder überzeugend. (Sonst wäre die Ehe schon ausgestorben ;-))

Männer sind anders - Frauen auch. Und gerade diese sich wundervoll ergänzende Mischung verschiedener Fähigkeiten sollte die Personalauswahl bestimmen und nicht das Geschlecht.

Eine Frauenquote ist Frauen-Diskriminierung.... read more

12.03.2010

Missbrauch sozialer Netzwerke: Vorsicht beim Twittern!





Aktionen wie "Bitte raub mich aus" oder die verfrühte Bekanntgabe des Ergebnisses bei der Wahl des Bundespräsidenten 2009 haben gezeigt: Unüberlegtes Twittern kann richtig Ärger machen. Was, wenn erst bewusst falsche Meldungen oder Firmeninterna fröhlich gezwitschert werden?

Auch Büros werden gern übers Wochenende ausgeraubt. Nicht nur wegen der verkaufbaren Technik. Vor allem Daten sind heute eine beliebte Ware, wie die Steuersünder-CD offenbarte.

In den USA regen sich erste Bedenken, ob das Twittern von Unternehmen (Corporate Tweets) nicht gegen die Regeln des SEC (der U.S. Börsenaufsicht) verstößt. Wie leicht ist es, verbotene Insiderinformationen über Unternehmen und Börsendeals durch soziale Netzwerke zu lancieren! Durch Aktienempfehlungen Kurse zu manipulieren. Oder noch schlimmer: Falschmeldungen und Gerüchte in die Welt zu setzen, die direkt Aktienkurse, Kreditentscheidungen und Kunden-Lieferanten-Beziehungen tangieren?


Simple Tweets wie: "wir haben einen neuen Papierlieferanten. Jetzt muss ich nicht alles doppelt machen, weil nichts mehr verschmiert." bei einer weltbekannte Druckerei kann für den bisherigen Lieferanten böse Folgen hinsichtlich des Börsenkurses, aber auch bei aktuellen Krediten haben. Denn die Botschaft lautet: XY hat seinen größten Kunden verloren.

Soziale Netzwerke haben schon bewiesen, dass Bewertungen durch Verbraucher auch große Unternehmen in die Knie zwingen. Über Fake-Accounts bei Twitter und Co kann, wer die kriminelle Energie dazu oder persönliche Vorteile davon hat, Existenzen zerstören. Jede Medaille hat zwei Seiten. Seien Sie wachsam, wer was in Ihrem Unternehmen twittert und briefen Sie Angestellte und externe Dienstleister genauestens, was getwittert werden darf. Die Auswirkungen sind sicher je nach Unternehmensgröße und Marktbedeutung unterschiedlich. In jedem Fall ist es ein Fehler, die Macht dieser Werkzeuge zu unterschätzen.

Hier einige Snapshots als Beispiele:


Bombendrohung


Twitter zum Montag




Ärger über Twitter-Leck bei der CDU