24.02.2011

Ein neuer Werbeaufreger: pietätlos oder geniale Idee?

Eine neue Runde in der alten Frage: wer darf werben und auf welche Weise?

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Umstrittene Radiowerbung in Aschaffenburg:

"Gewinne Deine eigene Beerdigung"



Pietätlos oder einfach gute Werbung? Die Hörer eines Radios in Aschaffenburg können eine Sterbeversicherung im Wert von 3000 Euro gewinnen, wenn Sie möglichst einfallsreiche "letzte Worte" einschicken. Der Bestatterverband findet es nicht lustig und will das Gewinnspiel verbieten lassen.






Ein Radio-Gewinnspiel unter dem
Motto "Gewinne Deine eigene Beerdigung" hat Deutschlands Bestatter
auf den Plan gerufen. Sie wollen dem Aschaffenburger Radiosender
Radio Galaxy die Kampagne gerichtlich verbieten lassen. Über den
Antrag des Bundesverbandes Deutscher Bestatter will das Landgericht
Aschaffenburg an diesem Dienstag im Schnellverfahren entscheiden.

Radio Galaxy, Aschaffenburg, Beerdigung, Sterbeversicherung, Gewinnspiel, Bestatter

Beerdigung zu gewinnen: Der Sender sieht keinen Grund, auf das Gewinnspiel zu verzichten© Screenshot Radio Galaxy

Der Antrag des Bestatterverbands auf Erlass einer einstweiligen
Verfügung richtet sich zugleich gegen einen Aschaffenburger
Berufskollegen, der als Sponsor auftritt. Bei dem Gewinnspiel sind
die Hörer dazu aufgerufen, dem Sender ihre womöglich "letzten Worte"
mitzuteilen. Dem Einsender mit der "coolsten Antwort" winkt eine
Sterbeversicherung im Wert von 3000 Euro.

Bestatter wollen Ansehen, kein Aufsehen

Der Bundesverband Deutscher Bestatter sieht in dem Gewinnspiel des
Aschaffenburger Lokalsenders eine wettbewerbsverzerrende Werbung des
Sponsors. "Wir halten das für problematisch, wie da mit aggressiven
Marketingstrategien auf den Markt gegangen wird", kritisierte
Verbandssprecherin Kerstin Gernig. "Die Bestatterbranche braucht
Ansehen, kein Aufsehen".

Der Sender verteidigte sich gegen die Kritik: "Leider wird das
Thema "Tod" in unserer Gesellschaft ziemlich tabuisiert. Viele
schauen weg, sobald es um das Thema geht. Das wollen wir mit der
Aktion ändern", sagte "Radio Galaxy"-Moderator Jens Pflüger.

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23.02.2011

SiteTalk und anderer MLM-Spam

MLM erobert das Internet. Und wie gewohnt aufdringlich, bar jeden Verständnisses für Zielgruppen, Psychologie und erfolgreiches Verkaufen.

Wieder lockt das scheinbar schnelle Geld. Dass sich die Vertriebsmentalität - die schon offline immer weniger bei Kunden zieht - nicht ins Internet kopieren lässt, sondern nur verbrannte Erde hinterlässt, merken die Lemminge nicht, die dem scheinbar schnellen und einfachen Erfolg nachjagen.

Verdienen werden wiedermal bestenfalls die Initiatoren. Denn die Masse derer, die sich an solchen Pyramidensystemen beteiligen, sind nicht dauerhaft zahlende, zufriedene und Empfehlungs gebende Kunden, sondern Menschen, deren finanzielle Notlage oder ihre Gier nach mehr Geld ohne Arbeit ausgenutzt wird. Leere Versprechungen, wie sie seit Jahrzehnten im MLM-Geschäft Gang und Gäbe sind.


Im MLM-Geschäft ist es wie in jedem anderen Unternehmen: Geld verdient nur der, der das Ganze professionell als Unternehmen betreibt. Von der Pike auf mit einer eigenen Strategie. Spam in sozialen Netzwerken und per Email führt definitiv nicht zu nachhaltiggem Erfolg.


Einen interessanten Beitrag dazu gibt es bei seo-mannsgarn.de

10.02.2011

Social Media Politik wird für Bank zum PR-Debakel

Im Blog "Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie" entdeckt:

"Das persönliche Weblog von Lothar Lochmaier beschäftigt sich mit der Zukunft der Bankenindustrie." und ich finde, das macht er großartig.

Hier ein passender Beitrag zu meinem letzten Blogbeitrag "Paradigmenwechsel"
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Commonwealth Bank: Social Media Policy, PR-Desaster und Erklärungsversuche

Wie eine Bank den Umgang mit den Social Media Richtlinien nicht betreiben sollte, das zeigte sich jüngst am Beispiel der Commonwealth Bank, dem zweitgrößten australischen Institut, das jedoch in ganz Asien und Ozeanien aktiv ist.  Thefinancialbrand berichtet quasi aus dem Auge des Orkans:
Fassen wir es mal kurz zusammen: Die Mitarbeiter werden von der Commonwealth Bank verantwortlich gemacht für die Taten ihrer „Online-Freunde“. Ein beispielloser Vorgang, der mir aber bestätigt:
Banken sind ähnlich straff und hierarchisch wie das Militär organisiert
Wir wissen es, jenseits von Bankenbashing erfüllen Kreditinstitute wichtige Aufgaben in der Wirtschaft. Aber: Mit Blick auf den privaten Endkonsumenten werden die Produkte oben entworfen, unten müssen sie von den Mitarbeitern unkommentiert unters Volk gebracht werden. Dafür gibts dann ein Schmerzensgeld, so dass die Angestellten ihr kleines Häuschen bauen dürfen. Wehe dem, der aus Reih und Glied ausschert. Das ist Fahnenflucht.
Was auf den ersten Blick bei diesem Fall noch recht harmlos klang, das endete schließlich in einem grandiosen PR-Desaster, das wieder einmal zeigt, dass Banken die neue Philosophie der vorsichtigen Öffnung nach außen noch längst nicht verstanden haben. Auch hierzulande hört man hinter den Kulissen die generalstabsmäßig vorgetragene operative Parole: Können wir das Web 2.0 nicht verbieten?
Ich persönlich finde diese Idee gar nicht mal schlecht, denn dann hätten wir nur noch eine bequeme Einheitsmeinung, so wie in einer Diktatur. Dann müsste ich nicht mehr nachdenken, bevor ich diese Zeilen schreibe, sondern hätte nur noch ein vorgegebenes Denkraster zu präsentieren.  
Social Media verändern den Finanzplatz - Neue Formen der Kommunikation mit den Kunden erforderlich – Banken müssen rasch reagieren
Stellt sich bloß die Frage, wie die Umsetzung von Social Media bei den Banken gelingt, wo doch selbst die Quadratur des Kreises einfacher scheint? Werfen wir nochmal einen Blick zur Commonwealth Bank, um festzuhalten, wie es nicht gelingt, wie man auf der operativen Eisfläche namens Social Media ausrutschen kann.
Das Medienecho war enorm, nur nicht wie gewünscht. Nun ja, der Gründer der Quirin Bank Karl Matthäus Schmidt behauptet immerhin, dass Banken gar keine Transparenz wollen, und zwar im ZEIT – Interview. Ganz so unrecht hat er dabei nicht, denn Social Media sind so was wie ein eingewobener Systemfehler im Kommunikationssystem von Banken.
Sie merken, worauf ich hinaus will: Social Media ist nur dann nützlich, wenn die Produkte dahinter stimmen. Ansonsten belässt es die Branche lieber bei dem Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Das aber funktioniert, wie wir am Beispiel der Commonwealth Bank gesehen haben, nur mit einem Maulkorb- und Bespitzelungsauftrag an die eigenen Mitarbeiter bis in den privaten Freundeskreis hinein.
Vielleicht wendet sich ja die jüngere Generation irgendwann anderen Arbeitgebern zu, die nicht auf einer derart fragwürdigen Social Media Policy aufsatteln? Hier noch ein Video, wie die Bank ihren Kundenservice bis 2013 verbessern will. Ich hätte dazu schon eine Idee …
See more at lochmaier.wordpress.com

09.02.2011

BVDW: 10 Thesen zur Zukunft von Social Media in 2011

Interessante Thesen des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft zur Zukunft von Social Media. So werden sich Unternehmensbereiche verändern:

"Social Media wird in Unternehmensorganisationen integriert
Die Frage nach der richtigen Organisationsform für den Bereich Social Media wird ein größeres Thema. „Hobby-Lösungen“ mit Praktikanten haben ausgedient. Die Phase eines Hypes oder Trends ist vorbei, Social Media wird zum Alltag und will disziplinübergreifend organsiert werden. Der Bereich der Unternehmenskommunikation wird hierbei über alle Abteilungen hinweg eine zentrale Rolle spielen.

Employer Branding 2.0
Employer Branding in Social Media wird zum essentiellen Bestandteil für Unternehmen bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern. Statische Personalbereiche auf Homepages und reine Anzeigenportale waren gestern. Nicht nur Kunden werden anspruchsvoller, auch Bewerber setzen auf User Generated Content in ihrem Entscheidungsprozess und informieren sich über die Unternehmen anhand ihrer eigenen Präsenz und ihrer Bewertung sowie der Aktivitäten ihrer Mitarbeiter in Social Media.


Die Produktentwicklung wird sozialisiert
Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen wird auf breitere Beine gestellt. Eine extrem breite Wissensbasis als Input zur Produktentwicklung und extrem schnelles Feedback intern wie extern führt zunehmend zu "Adaptive Engineering". Bald könnte die Zeit langwieriger Mafos (Befragungen, Beobachtungen etc.) vor der Einführung/Entwicklung neuer Produkte vorbei sein."
  • CRM wird nicht mehr sein, was es war
  • Unternehmen aus der zweiten Reihe springen auf
  • Social Media ist mehr als Facebook
  • „Social Intelligence“ wird zum Erfolgsfaktor
  • Die ROI Diskussion geht weiter
  • Neue Berufsbilder entstehen
  • Das Ende der Kampagne, wie wir sie kannten
zum kompletten Beitrag:

BVDW: 10 Thesen zur Zukunft von Social Media in 2011

08.02.2011

Paradigmenwechsel durch Social Media Risiken: Die wahren Chancen werden übersehen

Eine interessante Studie fand die Risiken heraus, die Unternehmen in der Nutzung von Social Media für ihre Unternehmenskommunikation sehen. Ganz schwach schimmern auch ein paar Chancen hindurch. Doch die beziehen sich nur auf die Vorteile der sozialen Medien für die Außendarstellung der Unternehmen und Umsatzpotenziale. Dass es da entscheidende Möglichkeiten gibt, liegt auf der Hand.

Aber das Wesentliche wird völlig übersehen:

Was kommuniziert diese Risiko-Perspektive über die Unternehmen?


Die Ergebnisse dieser Studie zeigen die enorme Angst der Unternehmen vor Macht- und Kontrollverlust, vor Kratzern am Image und davor, dass ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, was hinter den Kulissen der bunten Werbebroschüren und Imagefilmchen wirklich abläuft.

Das sensible Daten geschützt werden müssen, sollte bereits Teil der Schulbildung sein. Denn leider leben wir immer noch in einer Welt, in der sich Schlitzohren mit wirklich sensiblen Daten Vorteile verschaffen. Aber lassen Sie uns einen großen Schritt weiterdenken...

Social Media sind eine geniale Chance für einen längst überfälligen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft und der Arbeitswelt!

Miteinander statt Gegeneinander

Das Aufdecken zunehmender Fälle von Wirtschaftsspionage zeigt, dass nichts wirklich geheim gehalten werden kann. Was wäre denn, wenn Unternehmen sich auf ihre einzigartigen Stärken konzentrieren und das ganze Konkurrenzdenken ablegen würden?

Mehr Effizienz! Beschleunigung und Optimierung von Innovationen! Die Energie, die jetzt in Kampf und Abwehr gesteckt wird, kann dann sinnvoll in die Unternehmensentwicklung investiert werden

Wenn alle ihre Erfahrungen und ihr Spezialwissen zusammentun, könnten statt vieler ähnlicher Produkte bessere, ausgereiftere entstehen. Die Kosten würden sinken, die Gewinne geteilt. Das bedeutet effizientere Innovationen und dadurch mehr Platz und Ressourcen für echte Innovationen. Und dadurch wieder mehr Gewinn.

Wer integer ist, braucht die Wahrheit nicht zu fürchten

Warum ist die Angst so groß, dass Betriebsinterna nach außen dringen? Wikileaks hat gezeigt, dass sich die Wahrheit nicht wirklich verheimlichen lässt. Da schützt auch keine Verschwiegenheitsverpflichtung im Arbeitsvertrag. Und natürlich verbreiten sich diese Informationen über Soziale Medien schneller und weiter als wenn ein Mitarbeiter mit einem Freund darüber spricht.

Andererseits - fühlt sich ein Mitarbeiter in seinem Unternehmen wohl, wird er gut behandelt, trägt er seine Begeisterung auch weiter. Und das kann für attraktive Unternehmen durchaus zu einem Sog für Fachkräfte führen. Denn den Facebook-Freunden vertrauen die Menschen vielleicht doch mehr als der firmeneigenen Werbung. ;-)

Zeit, ganz neu über die Unternehmenskultur nachzudenken

Wenn ein Unternehmen lebt, was es nach innen und außen kommuniziert, gibt es keinen Grund zur Panik, was über das Betriebsleben nach außen dringt. Ein tolles Image kann man nunmal nicht kaufen. Das kann man sich nur erwerben, indem man tut, was man sagt. Indem man Erwartungen der Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Eigner, Financiers und der Öffentlichkeit positiv übertrifft. Und das nicht (nur) durch stetig steigende Gewinne.

Unternehmenskultur will gelebt werden. Und dazu gehört auch ein Wandel im Menschenbild. Denn Mitarbeiter und alle Menschen, mit denen ein Unternehmen kommuniziert, sind Menschen mit einzigartigen Stärken - nicht die dümmsten anzunehmenden Kreaturen. Leider werden sie immer noch oft so behandelt. Egal, um welchen Bereich es geht - Sie haben es IMMER mit Menschen zu tun. Und die sind, wie sie sind.

Vertrauen in die Mitarbeiter

Da werden Menschen schon in jungen Jahren restlos ausgepowert, dass sie mit 30 schon seelisch und physisch fast reif für die Rente sind. Dass wir uns nicht falsch verstehen: ich bin auch eine Verfechterin von Leistung. Aber die Vorstellung, dass Menschen nur unter Druck arbeitswillig sind, ist einfach absurd und überholt.

Wie kommt es denn, dass heute unter wachsendem Leistungsdruck immer öfter Depression und Burnout schon bei jungen Mitarbeitern zu Ausfällen führen? Dass nur noch funktioniert statt motiviert gearbeitet wird? Das sorgt für Ineffizienzen, die nicht nur Nerven, sondern Unternehmen und Staat unnötig Geld kosten.

Es ist doch längst erwiesen, dass Mitarbeiter, denen vertraut und auch etwas zugetraut wird, loyal gegenüber ihrem Arbeitgeber sind. Dass sie mehr leisten und motiviert sind, wenn sie Anerkennung bekommen, Freiraum haben, ihren Stärken entsprechend eingesetzt werden und auch bei Fehlschlägen mal aufgemuntert werden. Wenn sie in ihrem Kompetenzbereich mitentscheiden dürfen und an den Ergebnissen ihrer Arbeit beteiligt werden.

Kurz: wenn sie als Mensch wahrgenommen und behandelt werden.

So lange Menschen vorrangig nach ihrem Preis, ihren Beziehungen oder dem Grad ihrer finanziellen und psychologischen Erpressbarkeit oder gar einer Quotenregelung engagiert und befördert werden, muss man sich über negative Presse, demotiviertes Personal und Fachkräftemangel nicht wundern. Menschen sind nicht mit Geld allein auf Dauer motivierbar.

Wie innen so außen!

Fazit:

Regeln Sie ruhig Umfang, Inhalt und Kompetenzen für Ihre Unternehmenskommunikation über Social Media durch sinnvolle Richtlinien. Doch schnüren Sie Ihrem Unternehmen und Ihren Leistungsträgern damit nicht den Atem ab, der es am Leben hält!


Nutzen Sie die Risiken der Sozialen Medien als Chance, Ihr Unternehmen grundlegend für die Zukunft fit zu machen. Für ein zeitgemäßes, erfolgreiches Marketing sind Social Media ein MUSS. Der gesellschaftliche Wandel durch Social Media und ein wachsendes Bewusstsein der Menschen für die wesentlichen Dinge im Leben macht vor der Wirtschaft keinen Halt. Auch vor Ihrem Unternehmen nicht.

Richten Sie jetzt Ihre Unternehmenskultur und dann Ihre Unternehmenskommunikation auf eine neue, wirtschaftlich nachhaltig erfolgreiche Zeit ein! Denn Marketing-Erfolg wird zunehmend daran wachsen, wie offen, ehrlich und integer Ihr Unternehmen als Ganzes wirkt und werkt.

Viel Erfolg.
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Risiken von Unternehmenskommunikation in Social Media

Mangelndes Feedback an Nutzer ist gefährlich

Über die Chancen von Unternehmenskommunikation in Social Media ist viel berichtet worden - dennoch zögern viele Firmen noch, weil sie vor allem Gefahren sehen. Die drei größten Risiken lesen Sie hier.
Die Ergebnisse der Studie "Next Corporate Communication" der Hochschule St. Gallen in der Schweiz zeigen: Die Unternehmen befürchten, das Potential nicht ausnutzen oder die Projekte nicht umsetzen zu können. Unternehmen bewerten die Verarbeitung der Informationen als sehr kritisch. Gleichzeitig sorgen sie sich darum, dass die eigenen Mitarbeiter kontraproduktiv nach außen kommunizieren und die generelle Kontrolle über Kommunikationsinhalte verloren gehen könnten. Das wiederum könnte negative Informationen bezüglich eigener Produkte oder des Brands verstärken.
Basierend auf den Untersuchungsergebnissen hat die Managementberatung Mücke, Sturm & Company die drei größten Risiken eines Engagements in sozialen Netzwerken analysiert.
1. Mangelnde Feedbackverarbeitung:
2. Dysfunktionales Kommunikationsverhalten:
3. Kontrollverlust und Verstärkung negativer Informationen:
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07.02.2011

Multikulti-Marketing?

Was generell für erfolgreiches Marketing gilt, trifft auch und besonders auf die Gewinnung von Zielgruppen aus anderen Kulturkreisen zu.



Was mich total nervt - obwohl ich die englische Sprache liebe - dass Unternehmen weltweit dieselben Werbespots ausstrahlen. Oft noch nicht einmal in die Landessprache der Zielkunden übersetzt. Oder mit Untertiteln, dass man sich als möglicher Kunde gleich völlig doof fühlt.



Alle Menschen sind gleich, scheint die Maxime zu sein. Auch wenn das moralisch richtig sein mag, das Schöne an der Welt sind die unterschiedlichen Kulturen und Perspektiven. Ich bin sicher, dass die Unternehmen viel Umsatz- und Sympathiepotenzial verschenken, wenn sie die kulturellen, sprachlichen und traditionellen Unterschiede der Menschen ignorieren.



Ein Beispiel, wie es gehen kann, zeigt dieser Beitrag des Fachverlages für Marketing & Trendinformationen:

Ethno-Marketing: 7 Tipps, wie Sie die Kaufkraft der deutsch-türkischen Mitbürger gewinnen


Hier stellen wir Ihnen 7 Tippsvor, mit denen Sie die Kaufkraft der deutsch-türkischen Mitbürger gewinnen.

  1. Nutzen Sie türkische Mitarbeiter. Werbung und Vertrieb an die türkische Zielgruppe beginnt nicht damit, dass sie ein deutsches Werbemittel auch in türkischer Sprache anbieten. Wichtig ist, dass Sie im Unternehmen selbst türkische Mitarbeiter haben, mit denen Sie diese Werbemaßnahmen konzipieren können.
  1. Verkaufen Sie Türkisch. Ihre Werbemaßnahmen an die türkische Zielgruppe werden Erfolg haben. Aber nur, wenn die über Werbung gewonnenen Türken auch Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen finden, mit denen sie in ihrer Sprache kommunizieren können. Lernen Sie vom Kreuzberger Mercedes Autohaus in der Prinzessinnenstraße. Dort werden türkische Autorinteressenten in einer Teeecke mit Samowar empfangen, türkische Hinweisschilder führen sie dorthin. Und natürlich spricht auch der Vertriebsmitarbeiter türkisch.
  1. Werben Sie Türkisch. Bitte übersetzen Sie nicht einfach Ihre bestehenden Werbemittel ins Türkische. Auch viele Bilder können Sie womöglich nicht verwenden. Selbst wenn Türken genauso gerne Schnäppchenjäger sind wie Deutsche, können sie mit der Abbildung eines Sparschweins nichts anfangen. Und natürlich sind auch Weihnachtsgrüße tabu. Mittlerweile gibt es in allen Großstädten Werbeagenturen, die von deutsch-türkischen Kreativen geleitet werden oder über entsprechend kompetente Mitarbeiter verfügen. Wenn Sie Ihre türkischen Werbemittel nicht selbst mit eigenen türkischen Mitarbeitern konzipieren können, dann holen Sie den Rat dieser Agenturen ein.
Nutzen Sie Direktmarketing.
Wenden Sie sich an die ganze Familie.
Nutzen Sie Kooperationen
Treffen Sie die Gefühle.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie


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04.02.2011

Warum Sie Ihre Website vereinfachen sollten

3 Sekunden, 1 Klick - und Ihr potenzieller Kunde ist für immer weg. Gute Tipps für eine erfolgreiche Websitegestaltung gibt der fachverlag für Marketing & Trendinformationen (http://www.marketing-trendinformationen.de):

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Website-Gestaltung: Rechnen Sie mit dem DAU!
Wieso Sie sich am dümmsten anzunehmenden User (DAU) orientieren sollten
Der dümmste anzunehmenden User ist Ihr wichtigster Online-Kunde. Das sagt Annette Kielholz in Ihrem Buch „Online-Kommunikation“, in dem sie sich mit den Grundlagen psychologisch gut gestalteter Websites beschäftigt. Der dümmste anzunehmende User ist nach ihren Worten „unmotiviert, bequem, leicht ablenkbar und begriffsstutzig“. Er tarnt sich meist als Otto Normalverbraucher.
Nun kann man sich über einen solchen dummen Nutzer natürlich ärgern. Zum Beispiel, wenn er mit der Nutzung der Website nicht zurechtkommt, Bestellvorgänge abbricht oder die Hotline mit angeblich dummen Fragen nervt. Dabei müsste man dem DAU sogar einen Orden anhaften. Denn er macht uns auf Fehler in der Website-Gestaltung aufmerksam.
1. Der DAU hasst das Internet oder kennt sich nicht aus.
2. Der DAU hat keine Lust zu suchen.
3. Der DAU kann nicht tippen.
4. Der DAU hat keine Geduld.
5. Der DAU klickt nicht gern.
6. Der DAU lässt sich entmutigen.
7. Der DAU will belohnt werden.





Fazit für Ihre Website-Gestaltung



Der dümmste anzunehmende User ist ein überaus hilfreicher Zeitgenosse, der jeden Tag auf Ihrer Website vorbeisieht. Er weist uns auf Fehler und Schwächen des Online-Angebots hin. Orientieren Sie sich an ihm und gestalten Sie Ihre Website so, dass auch er sich zurechtfindet. Nutzen Sie die oben genannten 6 Punkte einfach als Checkliste für Ihre Website-Gestaltung!
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