06.05.2011

Neue Einnahmequelle: vermeintliche Plagiate

Die zu Guttenberg Story scheint findige Unternehmen und deren Mitarbeiter zu ganz neuen Einnahmequellen zu inspirieren: Schadenersatz für Zitate statt Abmahnung. Beispiel im folgenden Artikel. Dass Klauen weder ein Kavaliersdelikt noch erwünscht ist, ist klar. Da sträubt sich jedem Autor das Fell. Aber muss man es dermaßen übertreiben?



Vor diesem Hintergrund ist ja durchaus auch die Nutzung des Amplify-Dienstes mit Vorsicht zu genießen, seit die Zeichenbegrenzung für Zitate weggefallen ist. Holzauge sei wachsam!

Amplify’d from t3n.de

von Falk Hedemann, 06.05.2011

Axel Springer AG will Schadensersatz für zitierten Text

Abmahnungen im Internet kennen wir ja schon zur Genüge, doch konkrete Schadensersatzforderungen sind bislang eher die Ausnahme. Bei der Axel Springer AG scheint man diese Form der monetären Repression nun zum Teil der digitalen Geschäftsphilosophie machen zu wollen, denn anders ist die Schadensersatzforderung an Exciting Commerce kaum zu erklären. Für ein zugegebenermaßen etwas längeres Zitat verlangt Alex Springer nun 400 Euro und bietet gleich noch einen längerfristigen Lizenzvertrag an.

Im Paragraph 51 Urheberrechtsgesetz ist das sogenannte Zitatrecht festgelegt. Darin heißt es:

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02.05.2011

SPAM in der Nacht: Verbotene Früchte schmecken am süßesten... oder 5 Tipps, wie Sie totsicher Ihr (seriöses) Geschäft ruinieren

"Jetzt schlägt es 13!" hab ich mir gedacht, als ich zum Sonntag Morgen ein Werbe-Fax in meinem Faxgerät fand. Ohne Absender. Unerlaubt. Unerwünscht. Irgendwelche technischen Geräte. Das hatte ich seit Jahren nicht.

Jetzt geht das wieder los! Ich schnaubte vor Wut. Da sieht man, was Verbote bringen. Gar nix! Seit Spam gesetzlich "geregelt" und verboten ist, wird es immer mehr.

Wo der Fokus hingeht...

E-Mail-Spam ist ja schon eine Plage. Aber gut. Kostet Zeit und einen Klick auf "Löschen". Aber wenn ich des Nachts Faxe voll Fettdruck und vieler Bilder bekomme, die mein Papier und meinen Toner auffressen, dann ist das Maß voll.

Und was ich ja besonders liebe: "Opt-out". Wie großzügig (und gesetzlich verboten)! Ich darf den Newsletterempfang stoppen. Aber wie? Das bleibt ein Geheimnis.

Also gehe ich auf die für Bestellungen angegebene Internetseite. Kein Impressum. Spammiges Design. Einzige Kontaktadresse: eine ausländische Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse unter russischer Top-Level-Domain. Abmeldemöglichkeit? Keine Spur. Aber großer Disclaimer zum Haftungsausschluss. Nee is klar.

Der Fluch der Zeit- und Nervendiebe

Es gibt wirklich immer wieder Leute, die auf der Abzock-Schiene fahren. Vielleicht bringt das kurzfristig Geld von denen, die darauf hereinfallen. Ein dauerhaft erfolgreiches Geschäft stelle ich mir halt anders vor. Was mir dabei wichtig ist:

Ich will nicht belästigt werden.
Ich lasse mir weder meine Zeit noch sonst etwas gern stehlen. Sie etwa? Stellen Sie sich vor, Ihren Kunden könnte es genauso gehen!

Ich liebe hingegen professionelle, wirksame Werbung, die meine wirklichen Bedürfnisse anspricht und mir echte Angebote macht, die meine Probleme lösen und/ oder mein Leben noch schöner machen. Da ist auch der Kaufreiz da. Wie Sehen Sie das?


5 Tipps, wie Sie garantiert verhindern, als seriöses Unternehmen zu gelten

Wenn Sie sich Ihren Ruf verderben, unseriös, unprofessionell wirken und Kunden vergraulen wollen - dann machen Sie genauso Werbung:

1. Pfeiffen Sie auf gesetzliche Vorschriften.
Wo kein Kläger - da kein Richter? Machen doch alle so. Dass Sie sich da mal nicht irren...

2. Viele bunte Bilder, kein Wort zu viel
Knallen Sie viele Bilder kreuz und quer auf eine Webseite mit Preisen dazu und schreiben Sie überall groß und fett Sonderangebot drüber.

3. Bleiben Sie anonym.
Verzichten Sie auf das gesetzlich vorgeschriebene Impressum und seien Sie nur über eine ausländische Rufnummer oder teure Hotline erreichbar. Am besten gar nicht. Geben Sie bloß Ihre Identität nicht preis!

4. Ignorieren Sie Kundenbedürfnisse. Sorgen Sie dafür, dass wirklich JEDER ihre Botschaft hört.
Schicken Sie Werbung für diese Webseite oder Ihre Angebote unaufgefordert an alle Fax- und E-Mail-Adressen, die Sie haben und aus dem Internet oder sonst woher rausziehen können. Oder rufen Sie gleich mir unterdrückter Rufnummer an. Egal, ob den Empfänger Ihre Angebote auch nur annähernd interessieren könnten. Irgendwann braucht bestimmt JEDER, was Sie anbieten.

5. Sorgen Sie dafür, dass der Empfänger sich Ihrer Werbung nicht erwehren kann!

Geben Sie Ihrem Empfänger bloß keine Möglichkeit, sich Ihren Werbeattacken zu erwehren! Irgendwann wird der bestimmt kaufen, wenn sie ihn lange und heftig genug nerven.

Es kann aber auch sein, dass der so Genervte Ihnen eine kostenpflichtige Abmahnung schickt oder Sie hier richtigerweise anzinkt und Ihnen das Handwerk legt: http://bit.ly/SpamStopp

Seriöses Direktmarketing geht anders.

Auch wenn es wirklich nicht einfach ist, sich als Unternehmer ohne eigene Rechtsabteilung im deutschen Gesetzesdschungel zurechtzufinden. Dass Spam per Fax, Telefon und E-Mail bereits seit 1997 und auch an Gewerbetreibende untersagt ist, ist wirklich kein Geheimnis. Niemand wird das alles 100 %-ig im Griff haben. Aber Gesetze bewusst zu missachten, ist eine andere Sache.

Es ist auch Ihre Pflicht als Unternehmer, sich zu informieren, was Sie dürfen und was nicht. Im Zweifel wird es sonst teuer.

Wenn Sie auf dem Laufenden in Sachen E-Mail-Marketing bleiben wollen, dann tragen Sie sich hier unverbindlich ein. Sie erfahren so sofort, wenn ich zu diesem Thema Veröffentlichungen oder Veranstaltungen anbiete. (Keine regelmäßigen E-Mails)Und Sie können sich natürlich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

http://bit.ly/NLM-Info