31.12.2012

Raider heißt schon lange Twix - am Inhalt änderte sich nix

...und auch, wenn ich jetzt Ulrike Pfarre heiß,
bleiben meine Werke in Qualität und Preis
auch im neuen Jahr unverändert, wie man weiß.

Leicht geändert habe ich meine AGB,
doch das tut keinem wirklich weh.

Drum wünsche ich Ihnen fürs neue Jahr,
dass es werde so wunderbar,
wie für mich schon das letzte war. ;-)





12.12.2012

"Warum bewährte Marketing-Strategien nicht mehr funktionieren" Teil 3

So passen Sie Ihren Verkaufsansatz der Erfahrung Ihrer Kunden an 


(Bilder zum Vergrößern anklicken)zum Vergrößern klicken
Im letzten Beitrag ging es um die Erfahrungsspirale der Werbeempfänger. Je erfahrener Kunden mit den gängigen Marketingmethoden sind, desto mehr verlieren diese ihre Wirkung.

Und desto mehr versuchen sich Anbieter durch Übertreibungen und noch größere Versprechen gegenseitig zu überbieten.

Der nächste Schritt auf der Überzeugungsleiter:

  • "Wie Sie mit der Methode Kunden gewinnen, mit der Obama die Präsidentschaftswahl gewann".
  • "Kommen auch Sie jetzt mit der Methode vom Glimmstengel los, mit der es Brad Pitt geschafft hat"
Hier kommt etwas mehr Spannung ins Spiel, aber auch Glaubwürdigkeit. Die konkrete (unbekannte) Lösung aus der vorherigen Stufe ("Wurzel aus dem Regenwald") wird ausgeweitet auf bekannte Fakten und ggf. Persönlichkeiten.

Im obigen Beispiel weiß jeder: es hat funktioniert. Es ist überprüfbar. Die Annahme des Kunden: dann funktioniert es auch bei mir, wenn ich es genauso mache. Und wenn das nicht mehr zieht, kommt...

Die Identifikation mit dem Empfänger

Sie gehen direkt auf die Gefühle Ihres Lesers ein - auf das Gefühl, das den Leser in seinem Alltag dominiert! Sie sagen ihm, dass Sie wissen, wie es ihm wirklich geht. Dass Sie wissen, dass er weiß.
  • "Zappen Sie auch genervt die Fernsehwerbung weg?"
  • "Haben Sie auch wortwörtlich die Nase voll, weil bisher nichts gegen Ihren Heuschnupfen hilft?"
Oder direkt auf die Werbeerfahrung des Empfängers ausgerichtet:
  • "Können Sie es auch nicht mehr hören...?"
  • "Wollen Sie auch endlich wissen, was wirklich hinter XY steckt?"
  • "Geht es Ihnen auch so: Sie setzen alle Tipps der vermeintlichen Internetmarketing-Gurus um, aber verdienen immer noch kein Geld?"
zum Vergrößern anklicken
Diese (höchste) Stufe der Erfahrung der Werbekunden wirkt wie das Gegenteil der "Übertreibungsspirale", wenn es wie in den obigen Beispielen angewandt wird.

Die einen übertreiben immer mehr, die anderen schwimmen gegen den Strom. Sie haken genau da ein, wo es viele potenzielle Kunden schüttelt: bei den übertriebenen Versprechungen und der Glaubwürdigkeit, deren Lack mächtig abblättert.

Jetzt geht es ernsthaft um Glaubwürdigkeit und Vertrauen


Sie sprechen die Problematik der übertriebenen und nicht eingehaltenen Versprechen direkt an und bauen ihre Werbung auf Glaubwürdigkeit auf. Sie stellen ihre Reputation dar und beweisen sie und ihre Werbeversprechen durch ihre nachgewiesene Erfahrung, Videotestimonials von Kunden, bisherige Veröffentlichungen usw.

Bevor Sie als Kunde in die Falle tappen, bekommen Sie die Chance, direkt im Verkaufstext oder über Links Blogbeiträge und andere Beweise für die Wahrheit des Gesagten zu überprüfen.

Wie Sie herausfinden, in welcher Stufe sich Ihre Kunden/ Interessenten gerade befinden

Fragen Sie sie! Nutzen Sie Umfragen oder verschiedene Produktangebote, um Ihre Kontaktlisten zu segmentieren. Je nachdem, wer wie worauf reagiert hat. Im E-Mail-Marketing per Autoresponder ist das ganz einfach automatisch möglich.

05.12.2012

"Warum bewährte Marketing-Strategien nicht mehr funktionieren" Teil 2

Zu vollmundige Versprechen? Werden Sie konkret!

Auf der nächsten Stufe wird dann zum Nutzenversprechen eine konkrete Lösung hinzugefügt, um sich vom Markt abzuheben. Bleiben wir bei den Beispielen oben. Das könnte dann so aussehen:

"15 Kilo in 10 Tagen abnehmen mit der neu entdeckten Wunderwurzel aus dem Regenwald Brasiliens"

oder

"5.000 Leads in 3 Monaten mit der einzigartigen XYZ-Suchmaschinen-Formel".
Bis auch andere hinter Ihr Geheimnis kommen... Dafür sorgen Sie mit Ihrem Angebot sogar selbst.

Was bedeutet das für Sie als Marketer?

Sie sind gezwungen, sich immer wieder etwas Neues, Überraschendes für Ihre Kunden einfallen zu lassen. Das ist eine Herausforderung. Das erfordert unternehmerisches und kundenzentriertes strategisches Denken.
Sie sollten sich deshalb regelmäßig Zeit einplanen, um über Ihr Geschäft, Ihre Kunden, Ihre Ziele und Ihr Marketing nachzudenken. Ohne Ablenkung. Delegieren Sie das, was Ihr persönliches Engagement nicht unbedingt erfordert und widmen Sie sich Ihren strategischen Chef-Aufgaben. Ich kann Ihnen aus persönlicher Erfahrung sagen: alles andere führt nicht zum Ziel ;-).

Kreative Lösungen (nicht ganz) aus dem Hut gezaubert


Wenn Sie frische Ideen brauchen, versuchen Sie es mit diesen Kreativitätstechniken wie 6 Hüte, Osborn-Methode, Brainwriting...

Eine Lösung für Überraschungseffekte für Ihre Kunden ist auch diese: Mehrwert-Marketing.

Sie ahnen es schon - es gibt kein Ende für neue Marketing-Ideen. Und auch nach der Übertreibung des Jahrhunderts muss es etwas Neues geben. Wenn sich dieser Lerneffekt bei Anbietern und Kunden also wie eine Spirale weiter nach oben windet...

Was kommt als nächstes?

Das erfahren Sie nächste Woche an dieser Stelle. Bleiben Sie dran!

28.11.2012

"Warum bewährte Marketing-Strategien nicht mehr funktionieren"

Teil 1: Nutzenversprechen

  1. E-Mail oder Anzeige
  2. Opt-In-Seite
  3. Gratisreport, Video etc.
  4. laufende E-Mails
  5. kostenpflichtiges Angebot
  6. E-Mails...
...und das alles immer wieder mit vielversprechenden Headlines, die Sie neugierig machen sollen.

So sieht heute ein landläufiger Onlinemarketingfunnel aus: der Prozess, mit dem Sie Kunden gewinnen (wollen). Selbst die Verkaufstexte sind beinahe austauschbar.
Sie kennen das. - Und die meisten Onlinekunden auch.

Das ist die Krux.
Das System an sich ist auch nicht verkehrt. Die Umsetzung ist das Thema. Dieser Abstumpfungs-Prozess ist ein ganz natürlicher Lerneffekt. Denn je mehr Anbieter die bisher als wirksam erwiesenen Techniken nutzen, desto alltäglicher und gewohnter werden sie. Die Kunden kennen die Abläufe und die Art der Verkaufstexte. Die Wirkung verpufft im so genannten "mental opt-out" (Todd Brown).

Das heißt, der Empfänger der Werbung reagiert auf Ihr Angebot mit
  • "Kenne ich schon",
  • "Glaube ich nicht",
  • "Weg damit".
Das kann schon bei der Betreffzeile Ihrer E-Mail passieren oder bei der Headline Ihrer Opt-In-Seite.

Neue Ideen braucht Ihr Marketing
Mit wachsendem Bewusstsein der Anbieter und Kunden für die Vorgehensweisen im Marketing schwindet die Wirksamkeit. Das ist ganz natürlich, denn so funktioniert unser hoch effizientes Gehirn: Es beschäftigt sich nur mit dem, was neu ist und nicht bereits Bekanntem zugeordnet werden kann.

Sie sollten also ständig an neuen Angeboten, Marketingstrategien und -taktiken und Verkaufstechniken feilen (lassen). Oft kommt bei Einzelkämpfern die Zeit dafür zu kurz. Oder es ist Ihnen nicht bewusst. Weil ja immer damit geworben wird "set it and forget it". Also wenn Sie einmal einen Marketingfunnel installiert haben, rollt der Rubel ohne Ihr Zutun.
Welch fataler Irrglaube!


Also was passiert am Markt?

Weil die übliche Herangehensweise inzwischen unter Anbietern und Kunden so bekannt wie abgedroschen ist, buttern Anbieter in ihren Verkaufstexten als erste Reaktion zum eigentlichen Nutzen wie "Gewicht reduzieren" oder "Kontakte Knüpfen" immer größere Versprechen obendrauf wie

"15 Kilo abnehmen in 10 Tagen" oder
"5.000 Leads in 3 Monaten".

So etwas wie "Ulrike, mehr Besucher mit Wordpress" lockt nun wirklich keinen mehr hinter dem Ofen hervor. So lange es neu ist - ok! Aber irgendwann kennt und tut auch das jeder im Markt.

Wenn auch diese Kohle verglüht ist...

Setzen wir noch einen drauf! Die Konsequenz nachlassender Response ist bei den meisten Anbietern: Immer drauf, bis auch das letzte Quäntchen Glaubwürdigkeit verspielt ist:

"Jetzt online 50.000 € in 48 Stunden verdienen" oder
"Nie wieder arbeiten mit dieser Internetverdienstmethode".

Das wirkt unseriös, ist aber eine normale Reaktion. Fakt ist: So ganz ohne Hirnschmalz und Arbeit verdient man auch im Internet kein Geld. Nicht wirklich und schon gar nicht nachhaltig.
Ich gebe zu, auch für professionelle Verkaufstexter ist es manchmal gar nicht so leicht, sich dem Sog zur Übertreibung zu entziehen ;-). Von Laien ganz zu schweigen. Sehen Sie nur mal in Ihren täglichen Spam-Ordner!

Doch genau die Übertreibungen sind es, die in einem professionellen, wirksamen Verkaufstext nichts verloren haben. Sie kosten Response


Also braucht es eine Folgestrategie...

21.11.2012

10 Tipps für mehr Leads


Angeregt durch den Newsletter "Versandhausberater" und aktuelle eigene Produktionen möchte ich heute einmal wieder ein spezielles Onlinemarketing-Thema aufgreifen.

Inzwischen ist für uns täglichen Internetnutzer der Ablauf des Double-Opt-In-Verfahrens selbstverständlich geworden:

Um an die gewünschten Informationen zu gelangen,
  • tragen wir uns in ein Onlineformular ein,
  • bekommen einen Bestätigungslink und
  • wenn wir darauf klicken,
  • kommt die Bestätigung für unseren Eintrag und
  • die gewünschte Information als Link oder pdf-Anhang. 
 
Setzen Sie nicht Ihren Wissensstand mit dem Ihres Kunden gleich!

Abgesehen davon, dass es für manchen Internetmarketer immer noch nicht selbstverständlich ist, einen Autoresponder mit Double-Opt-In-Verfahren zu nutzen - sind Sie sicher, dass Ihre Kunden das Verfahren kennen?

Besonders bei privaten Endkunden ist das auch heute noch nicht selbstverständlich. Manchen schreckt es sogar ab, die Informationen von Ihnen anzufordern, da er Daten hergeben soll und nicht weiß, was danach passiert.

So steigern Sie die Opt-In-Rate für Ihre Mailingliste
  1. Nutzen Sie eine separate Opt-In-Seite (einseitige Mini-Webseite ggf. ohne Navigation), auf der Sie Ihr Angebot kurz und auf den Punkt darstellen:
    • Attraktive, emotionale Headline,
    • (Anrede),
    • großes Versprechen (Was bringt dem Interessenten Ihr Angebot?),
    • die wichtigsten Vorteile Ihres (kostenlosen) Angebotes,
    • Handlungsaufforderung,
    • (Ihre Unterschrift),
    • Eintrageformular (E-Mail-Adresse, ggf. Name),
    • Absendebutton,
    • (PS mit Angebotszusammenfassung),
    • Datenschutzklausel,
    • Impressum

  2. Bieten Sie auf der Opt-In-Seite einen Bonus für die Eintragung oder eine Kostprobe der zu erwartenden Information (vorangegangener Newsletter) an.

  3. Hinweis auf Bestätigungs-E-Mail
    Weisen Sie schon beim Eintrageformular (z.B. direkt vor oder über dem Absendebutton) darauf hin, dass der Interessent eine E-Mail mit einem Bestätigungslink bekommt, den er anklicken muss, um die Informationen tatsächlich zu erhalten.

    Erklären Sie kurz, warum das notwendig ist (gesetzliche Vorschrift, Schutz der persönlichen Daten).

  4. Leiten sie Ihren Interessenten nach dem Absenden des Formulars auf eine separate Zwischen-Webseite. Dort weisen Sie nochmals deutlich darauf hin, dass gerade eine Bestätigungs-E-Mail versand wurde. Auch hier geben Sie eine kurze Begründung.

    Zeigen Sie zur visuellen Unterstützung auf dieser Seite einen Screenshot einer solchen E-Mail im Muster als Bild.

    Fordern Sie hervorgehoben dazu auf, den Bestätigunglink in der E-Mail anzuklicken, da sonst keine erfolgreiche Eintragung und keine Zustellung der gewünschten Informationen möglich ist.

    Weisen Sie auch darauf hin, dass der Empfänger in seinem Spam-Ordner nachsehen sollte, falls die Bestätigung-E-Mail auf sich warten lässt. Zusätzlich können Sie ermöglichen, dass der Empfänger Ihren Absender whitelisten (in sein Adressbuch vertrauenswür diger Absender aufnehmen) kann.

  5. In dieser Bestätigungs-E-Mail reicht ein kurzer Hinweis auf die notwendige Bestätigung der Eintragung.

    In Autorespondern ist oft schon ein Mustertext für diese E-Mail vorgegeben wie "Klicken Sie auf diesen Link, um Ihre Anmeldung zum Newsletter zu bestätigen". Danach folgt der Link und Ihre Absenderdaten.

    Platzieren Sie den Bestätigungslink hervorgehoben freistehend und gut sichtbar in der E-Mail.

  6. Natürlich können Sie diese E-Mails auch individuell gestalten. Aber halten Sie es kurz und klar. Das einzige Ziel dieser E-mail ist die Bestätigung! Hier dürfen Sie auch nicht schon Folgeangebote unterbreiten oder ähnliches. Denn noch hat Ihr Interessent nicht eingewilligt.

    Der Text sollte dennoch persönlich sein und nicht nach automatisch generiertem Maschinentext klingen.

    • Nutzen Sie die personalisierte Anrede,
    • unterzeichnen Sie mit Ihrem Namen und
    • sprechen Sie den Empfänger persönlich an.

  7. Die Bestätigungsmail sollte selbstverständlich zeitnah (das heißt im Internet sofort) versendet werden. Denn sonst übersieht oder vergisst der Interessent schnell, dass er etwas bei Ihnen angefordert hat. (Die Aufmerksamkeitsspanne online ist mittlerweile < 1 Sekunde).

    Der Sofortversand ist nur über eine Autoresponderfunktion möglich. Manche CMS-Systeme bieten diese Möglichkeit an, ansonsten einfach separates Autorespondersystem nutzen! Daran kommt man im professionellen Internetgeschäft ohnehin nicht wirklich vorbei.

  8. Verwenden Sie einen klaren E-Mail-Betreff am besten mit Hinweis auf die notwendige Aktion: "Bestätigen Sie Ihre Anmeldung zum Newsletter XY" oder "Bitte schließen Sie Ihre Bestellung des kostenlosen Spezialreports XY ab" oder "Nur noch 1 Klick zu Ihrem Spezialreport XY...

  9. Leiten Sie Ihren Empfänger auf eine "Dankeseite" nach Klick auf den Bestätigunglink weiter oder/ und senden Sie ihm eine weitere Bestätigungsmail, in der Sie die erfolgreiche Anmeldung bestätigen und ggf. einen vorher angekündigten Bonus oder Folgeangebote offerieren.

  10. Bieten Sie auf der Dankeseite die Möglichkeit, Ihr Angebot per E-Mail und Soziale Netzwerke weiterzuempfehlen.

18.11.2012

Als Thema meiner letzten Stegreifreden-Moderation bei den Toastmasters Dresden im Oktober hatte ich mir die deutsch-deutsche Festwoche ausgesucht. Und als tatkräftige Unterstützung Pittiplatsch und Ernie aus der Sesamstraße zu Co-Moderatoren auserwählt. Es war lustig!

ErnieBei der Recherche zu den Them en für die spontanen Reden sind mir scheinbar unausrottbare Ost-West-Vorurteile und eine skurrile Ostalgie-Urlaubs-Idee (Urlaub im Stasi-Führungsbunker mit - zivilistenfreundlicher - militärischer Grundausbildung) über den Weg gelaufen. Eine Wertung dazu spare ich mir an dieser Stelle ;-).

Aber auch interessante Wortschöpfungen aus meiner ostdeutschen Kinderzeit sind mir wieder eingefallen. Da gab es schon sonderbare Wortschöpfungen für Produkte oder Dinge, die man aus politischen Gründen nicht beim Namen genannt haben wollte (Potterfans würden sagen "who or what must not be named"). Einige Beispiele zur Anregung für Ihren kreativen Umgang mit Begriffen, wenn es beim Texten mal hakt ;-):

  • "Jahresendfigur mit Flügeln" für Weihnachtsengel, (Raten Sie mal, wie der Weihnachtsmann genannt wurde! ;-))
  • "Broiler" für Brathähnchen,
  • "Schlagersüßtafel" für eine Vollmilchschokolde mit Erdnüssen,
  • "Knacker" für Mettenden,
  • "Aktendulli" für Heftstreifen,
  • "Arbeiterschließfach" für Plattenbauwohnung,
  • "Bückware" - alles, was es nur unter dem Ladentisch gab, also nur für Leute mit guten Beziehungen zum Verkäufer,
  • "Grillette oder Grillschnitte" für ein auf einer Toastscheibe gegrilltes Stück Fleischkäse oder ähnliches mit Ketchup und einer Scheibe Käse,
  • "Popgymnastik" für Aerobic
  • "Konsumkaufhalle" für Supermarkt...

11.11.2012

Sind Sie Anbieter oder Anbieder?

Dieses inspirierende sächsische Wortspiel verdanke ich meiner Kollegin Simone Domahs. Danke dafür ;-)

Wir beide betrachten unseren täglichen E-Mail-Eingang als Texterinnen natürlich mit besonderen Argusaugen. Was uns immer wieder auffällt:

In unserer deutschen Mentalität gilt Verkaufen immer noch als etwas Anrüchiges. Die meisten Menschen scheuen sich davor, etwas verkaufen zu müssen und etwas aktiv verkauft zu bekommen. Warum?

Weil wir Anbieten als Anbiedern empfinden.

Oft genug sieht es ja auch so aus. Das längst überholte alte Staubsaugervertreter-Gebaren wird immer noch praktiziert: einlullen und schmeicheln, persönlich werden, sich und sein Produkt in den höchsten Tönen loben und Schuldgefühle erzeugen, um den Verkauf abzuschließen. Der dann übrigens oft widerrufen wird, sobald Kunde wieder bei klarem Verstand ist.

Online läuft das nicht anders.

Immer wieder flattern persönliche Nachrichten  oder gar ungebetene Werbe-E-Mails von Netzwerkpartnern aus XING, Facebook und Co. herein. Nicht nur, dass E-Mails außerhalb der Netzwerke verboten sind. Sie platzen meist sowas von ungebeten und plump ins Haus, dass Anbiedern noch geschmeichelt ist.

Da werde ich als Frau von vermeintlichen Geschäftsleuten einfach geduzt. Das "Schreiben wie an einen guten Freund" wird da zu wörtlich genommen. Mir wird unterstellt, was mir angeblich fehlen würde und welche Bedürfnisse ich habe. Offensichtlich ohne vorher meine Interessenlage auch nur annähernd zu ergründen. Dabei steht sie in meinen Profilen.

Das ist respektlos, unprofessionell und alles andere als auf Augenhöhe kommuniziert.

Oder ich werde erst schmeichelnd eingeschleimt, dass mir ganz schlecht wird und dann kommt der Hammer: Ich will doch bestimmt jemandem helfen und sein Produkt kaufen. - Ist das Mittel gegen Brechreiz inklusive? Dann würde wenigstens ein Kundennutzen klar werden. Denn sonst drehen sich die Texte wenig um das, was ich davon haben könnte. Es geht nur um den Anbieder.

Wer Marketing versteht, braucht nicht verkaufen

Einerseits mag das aus Unwissenheit und Unverständnis in Sachen Verkaufen und menschlicher Psychologie passieren.

Ich vermute aber auch, dass Anbiedern immer noch für die gute alte Schule des Verkaufs gehalten wird. Frei nach dem Motto "Stets zu Diensten" - mit allem, was der- oder diejenige so im Bauchladen hat.

Die Botschaft, die empfangen wird ist: Ich will Dir etwas andrehen, ob Du willst oder nicht. Denn eigentlich interessierst Du mich nicht. Nur mein Umsatz. Denn ich brauche dringend Geld.

Wie geht es mir als potenzieller Kundin damit?

Ich fühle mich belästigt, für dumm verkauft, respektlos behandelt und als Melkkuh missbraucht. Das ist nicht das, was Ihre Kunden von Ihnen denken sollten. Denn so werden Sie lange auf deren Einkauf warten. - Wissen Sie was:

Vergessen Sie Verkaufen!
Denn wenn Sie etwas brauchen, spürt das Ihr Gegenüber und geht unbewusst in Antistellung. Vermitteln Sie das Gefühl, dass Sie Ihrem Kunden wirklich bei der Lösung seines Problems helfen wollen und dass Sie nicht auf diesen Auftrag angewiesen sind, ziehen Sie ihn magnetisch an.

Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: Sind Sie Single, spricht Sie selten jemand an, der Ihnen gefällt. Sobald Sie vergeben sind, stehen interessante Alternativ-Anwärter/innen förmlich Schlange. Weil Sie ausstrahlen, dass Sie nicht mehr so leicht zu haben sind und generell eine lockere, anziehende Ausstrahlung haben. Sie erzeugen einen Sog durch "Vakuum".

Im Geschäft ist es genauso. Sobald Sie Ihre
  • Verkaufsverkrampfung lösen
  • sich Ihres wahren Wertes bewusst sind und dazu konsequent stehen,
  • vertrauensvoll loslassen,
ziehen Sie Kunden magisch an.
Nichts anbieten ist unterlassene Hilfeleistung
Das heißt natürlich nicht, in die Ecke setzen und tatenlos auf Kunden warten. Sondern aus der Perspektive anbieten:
  1. Was will mein Idealkunde wirklich?
  2. Wie kann ich ihm am besten helfen, das zu bekommen?
  3. Wie spreche ich Kunden an, damit sie sich unterstützt statt verkauft fühlen?
Sie gewinnen leichter Kunden, wenn Sie
  • wirklich nützlichen Mehrwert bieten statt Werbe-Blabla. z.B. als
  • wenn Sie Ihre Kontakte
    • klar,
    • direkt und vor allem
    • respektvoll auf Augenhöhe ansprechen.
  • Wie Sie Werbung formulieren, dass Sie Interessenten so überzeugen, dass diese ganz von selbst kaufen wollen, erfahren Sie hier.
  • belästigen Sie niemanden!
Werben Sie nicht zu oft, fragen Sie nicht nach, warum derjenige noch nicht reagiert hat! Nachfassen geht auch anders. Halten Sie sich an die gesetzlichen Vorschriften und schreiben Sie niemanden ohne dessen ausdrückliche Einwilligung an! Wann Sie die haben und wie Sie die bekommen, erfahren Sie in diesem Video...

Auch in der Werbung gilt der Grundsatz:

Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden willst.


Respekt gegenüber Ihren Kunden ist die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige, für beide Seiten gewinnbringende Geschäftsbeziehung.

09.11.2012

Kunden kaufen ungern die Katze im Sack

Ankündigung:  
Webinar "Mehrwert-Marketing" 2 Termine im November 2012.
Hier zum Wunschtermin anmelden...

 

Zunehmende Angebotsdichte und technische Entwicklungen steigern die Ansprüche der Kunden an Marketing und Leistungserbringung im Berater- und Trainermarkt. 

Immer komplexere Informationen müssen schnell, verständlich und einprägsam auf den Punkt gebracht werden. Informationen sollten mobil verfügbar und direkt verwertbar sein. Der Unterhaltungswert spielt bei der Darstellung von Informationen eine zunehmende Rolle. 

Kunden wollen Nutzen.  

Nicht nur in Form von Informationen, sondern auch von praktischer Relevanz. Und das alles in einem. 

Um Kunden zu gewinnen und bei der Stange zu halten, genügen deshalb heute keine gedruckten Hochglanzprospekte oder Folienpräsentationen mehr. Herkömmliche Vertriebsmethoden laufen ins Leere.

Dazu kommt: Aus Kundensicht stellen sich die Leistungen beratender Berufe auf den ersten Blick vergleichbar dar. Der wahre Wert der individuellen Leistungen beratender Berufe zeigt sich erst, wenn der Kunde gekauft hat und die Leistung erbracht ist. Das erschwert Beratern und Trainern die Kundengewinnung. 


Denn wer kauft schon gerne die Katze im Sack?

Auf den zweiten Blick werden Kaufentscheidungen blockiert, wenn Kunden 

  • noch keine methodischen Präferenzen, 
  • qualitative Erfahrungen oder 
  • Vorstellungen von konkreten Ergebnissen der Leistungen 
haben. Der Kunde sieht sich einem Angebotsdschungel gegenüber. Oft entscheidet dann nur noch der Preis. Nicht die optimale Problemlösung für den Kunden.
Für Berater, Trainer und Coaches gilt es deshalb mehr denn je, sich Wettbewerbsvorteile durch klare Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. 


Eine solche einzigartige, unverwechselbare Positionierung beruht einerseits auf Spezialisierung und charismatischer Persönlichkeit. Kunden bereits vor dem Kauf von sich zu überzeugen, erfordert andererseits ein einzigartiges, unverwechselbares Marketing. Hier setzt das Konzept "Mehrwert-Marketing" mit Interaktiven Businessprodukten an.


Mehrwert-Marketing statt oberflächliche Gratis-Informationen

Interaktive Businessprodukte geben Kunden langfristig nutzbaren, fachbezogenen Mehrwert an die Hand. Diese Praxiswerkzeuge werden individuell für den Anbieter entwickelt. Sie helfen, vom ersten Kundenkontakt an Vertrauen aufzubauen. Der Kunde bekommt sofort einen Eindruck von der Arbeit des Beraters oder Trainers und kann den Wert der Leistung für sich ermitteln, bevor er kauft. 

Welche Möglichkeiten Interaktive Businessprodukte für das Marketing von Beratern, Trainern und Coaches bieten und vieles mehr erfahren Sie in meinem kostenfreien Webinar mit dem "Erfinder" der Interaktiven Businessprodukte Roland Barth 

am 14.11.12 um 11 Uhr bzw. alternativ am 20.11.12 um 19.00 Uhr

Melden Sie sich jetzt hier zu Ihrem Wunschtermin an: zur Anmeldung...

08.11.2012

Vorsicht Spamfalle! Diese Begriffe sollten Sie in Ihren E-Mails vermeiden

Mailworx hat die aktuelle Liste spamverdächtiger Wörter für das 3. Quartal 2012 veröffentlicht. Darin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Begriffe auch innerhalb der E-Mails von Spamfiltern ausgemacht werden. Also nicht nur im Betreff.
Den Report können Sie sich auch vollständig bei mailworx.info herunterladen.

einige Beispiele:

  • exklusiv
  • Konto
  • Euro (verwenden Sie besser das Symbol)
  • Management
  • Aktualisierung
  • Rabatte
  • Reduziert
  • Bestellung
  • Guten Abend
  • Download (wenn es zu häufig verwendet wird)
  • E-Mail: (besser ohne Doppelpunkt verwenden)
Dazu kommen natürlich die "Klassiker" aus der pornografischen Ecke und aus dem Bereich "Geld verdienen", die wir alle schon aus der täglichen E-Mail-Flut kennen.

17.09.2012

Ist der Onlinehandel der Mörder des Ladens um die Ecke?

"Showrooming" - bedeutet das virtuelle Windowshopping mit permanentem Preisvergleich das Ende des stationären Handels? Dieser Frage geht der Trendletter aktuell nach...

Immer mehr Konsumenten informieren sich vorm Einkauf im Internet und vergleichen Preise. Mit diesen Informationen gehen sie dann auf den Laden um die Ecke zu und wollen die Ware vor Ort zum Onlinepreis. Smartphones ermöglichen gar den direkten Preisvergleich vor Ort via App.

Eine Herausforderung...


Nun muss man kein Betriebswirt sein um zu verstehen, dass zum Onlinepreis oft Versandkosten und Wartezeiten hinzuzurechnen sind. Und dass lokale Geschäfte eine andere Kostenstruktur aufweisen als Onlinehändler. Die Kosten schlagen sich natürlich in der Preiskalkulation nieder. Doch das ist dem Verbraucher egal. Er will billig und schnell.

Stirbt dadurch der herkömmliche Handel?


Nur, wenn der Handel nicht genauso flexibel und auf der Höhe der Zeit agiert wie seine Kunden. Der Handel braucht neue Konzepte, um auch bei Internet affinen Zielgruppen interessant zu bleiben.

Doch beim Stadtbummel sehe ich ständig "Sale" an den Schaufenstern stehen. - Abgesehen davon, dass ich die deutsche Sprache in Deutschland bevorzuge. Erwiesenermaßen verstehen die meisten Verbraucher englische Begriffe nicht oder falsch. - Auf kundenfreundlichen Service, Beratung etc. wird dann auch gleich verzichtet.

Der Preis (z.B. Dauer-Sale-Aktionen) ist eher nicht der Ansatzpunkt für ein sicheres Überleben in der Zukunft. Da hat der Onlinehandel wohl die Nase vorn. Selbst persönliche Beratung kann Kunde heute online bekommen. Die Lösung könnte u.a. in der Antwort auf die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels liegen:

Was haben Ladengeschäfte gegenüber der Onlinewelt für nachhaltige, einzigartige Vorteile?

Da ist Kreativität, aber auch Besinnung aufs Wesentliche und die Einzigartigkeit von Ladenlokalen gefragt:
  • Sofort mitnehmen/ sofortige Verfügbarkeit,
  • spontan beim Bummeln kaufen,
  • Inspiration durch alle 5 Sinne:
  • fühlen,
  • riechen,
  • schmecken,
  • sehen,
  • hören,
  • an Ort und Stelle ausprobieren,
  • Einkaufserlebnis,...
Auch die Vernetzung von Online- und Offline-Angeboten kann eine Quelle gewinnbringender Synergien sein, um den Einkauf vor Ort lukrativ zu machen.
 
Mehr dazu im Trendletter...

21.08.2012

Der geeignete Zahlungsanbieter für Ihre Onlinegeschäfte - damit der Rubel rollt

Als ich anfing, online E-Books zu verkaufen, habe ich lange nach passenden Zahlungsanbietern gesucht.

Shop vs. Einzellösung

Für E-Books muss der Shop bzw. Zahlungsanbieter auch die Abwicklung von Downloadprodukten ermöglichen. Ich wollte außerdem direkt aus der Verkaufsseite (Landingpage) heraus die Bestellungen abwickeln.

Also suchte ich nach Plattformen und Shopsystemen in deutscher Sprache, die sich mit meinen geringen html-Kenntnissen einbauen ließen. Einige Anforderungen, die damals noch wenige Anbieter in Deutschland zu erschwinglichen Konditionen anboten.

Es war ein Abenteuer!

Einfacher ist es, ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und in einen Shop, der das alles bietet, zu investieren. Internetanbieter wie 1&1 haben solche Shops für monatliche Beiträge im Angebot, die wirklich funktionieren. Die kostenlosen Varianten ermöglichen dort allerdings keinen Downloadshop.

Alternativ (nur für Downloadprodukte) kann ich share-it* empfehlen. Dort können Sie sich Ihre Shopseiten im eigenen Design mit wenigen html-Kenntnissen einrichten. Sie laden Ihre Produkte hoch und legen die Konditionen fest. Der Plattform-Service kümmert sich um alles weitere. Sie bekommen dann einfach nur noch monatlich Ihre Verkaufsabrechnungen und die Zahlung überwiesen. Die Gebühren sind sehr gering.

Zusätzlich ist sogar die Verwaltung von Vertriebs- und Affiliatepartnern möglich. Alles ohne feste Kosten. Sie zahlen nur die geringe Provision je Verkauf.

Wenn Ihre Umsätze steigen, steigen Sie um...

Haben Sie mehr Budget und Ihre Onlineumsätze sind schon ganz ordentlich, gibt es natürlich noch professionellere Systeme wie cleverbridge, digitalriver, worldpay, Firstgate Click & Buy - um nur einige zu nennen.

Trotz meiner - auf meinen technischen Unverstand zurückzuführenden - Startschwierigkeiten kann ich auch Micropayment als sehr flexiblen und vor allem im Service als absolut schnell und spitze einzustufenden Zahlungsanbieter empfehlen. Hier sollten Sie allerdings etwas html-Kenntnisse und einen Hang zu programmiertechnischen Bastelarbeiten haben. Wenn man es einmal weiß, ist es einfach. Nur für html-Anfänger nicht so leicht nachvollziehbar, was genau wohin gehört. Hilfe auf spontane Fragen kommt allerdings auch wirklich sofort per Skype vom Micropayment-Service und die ist auch für Laien umsetzbar.

Darauf sollten Sie generell bei der Auswahl Ihres Zahlungsanbieters achten:
  • Wird eine breite Palette von Zahlungsmöglichkeiten angeboten (zumindest alle gängigen wie Kreditkarte, Sofort- und Direktüberweisung, ggf. Paypal, Lastschriftverfahren,...)?
  • Werden internationale Bezahlverfahren angeboten (für Auslandskunden)?
  • Wird Mobile-Payment (Bezahlung per Handy etc.) angeboten?
  • Ist die Einbindung der Zahlungsmethoden einfach und ggf. ohne Programmierkenntnisse möglich (wenn Sie keinen externen Webmaster haben)?
  • Wie sicher sind Ihre Daten und die Ihrer Kunden?
  • Wie sicher ist die Zahlungsabwicklung (Verschlüsselung, Zertifikate etc.)?
  • Ist der Dienstleister zertifiziert?
  • Bietet der Dienstleister Full Service aus einer Hand (komplette Zahlungs- und Bestellabwicklung, technischer Service, ggf. Debitoren-Management)? 
  • Stellt der Anbieter automatisch finanzamtsgerechte Rechnungen aus?
  • Sind die Gebühren und Provisionen Ihrem zu erwartenden Umsatzvolumen angemessen?
  • Werden Ihre Erlöse regelmäßig und zeitnah (wenigstens 1x monatlich) abgerechnet und ausgezahlt?
  • Erhalten Sie zeitnah Berichte über Ihre Verkäufe und eingegangenen Zahlungen?
  • Ist die Bestellabwicklung für physische und elektronische Produkte möglich (Sofortdownload nach Zahlung)?
  • Entspricht die Bestellabwicklung den aktuellen gesetzlichen Anforderungen (Widerrufsbelehrung, Kaufen-Button, Datenschutzhinweise,...)?
Wählen Sie den Anbieter aus, der Ihren Anforderungen an Ihre aktuelle Situation und in nächster Zukunft am
besten entspricht. Sie können das System i.d.R. jederzeit wechseln oder ausbauen. Wichtig ist, dass Ihre Kunden mit der Zahlungsabwicklung zufrieden sind und das System ohne Ihr Zutun nach der Einrichtung automatisch und zuverlässig funktioniert - also der Rubel Tag und Nacht für Sie rollt.

16.07.2012

Soziale Netzwerke: Von Gefahren und Risiken


Gastbeitrag von Robert Nabenauer, www.presalesmarketing.com
 
Marketingagenturen schießen wie Pilze aus dem Boden, die Budgets für soziale Netzwerke wachsen Jahr für Jahr. Die Vormachtstellung der Kaltakquise scheint endlich gebrochen. Doch vielerorts wird aus Euphorie schnell Ernüchterung, folgt auf Begeisterung tiefe Enttäuschung. Vielen Verantwortlichen fehlt ganz einfach das Know-how, wie es sich innerhalb der Online-Welt richtig zu bewegen gilt. Das möchte ich heute ändern und Ihnen zeigen, auf was Sie in XING, Facebook und Co. unbedingt verzichten sollten.

Wie schnell aus dem Wunsch nach einem modernen Image ein sogenannter Shitstorm - die Übersetzung ersparen wir uns an dieser Stelle - werden kann, musste vor einiger Zeit die Deutsche Bahn feststellen. Nachdem das neue Profil in Facebook erst einmal eingerichtet war, herrschte fast schon Funkstille.

Eigene Beiträge wurden nur sporadisch eingestellt, die Kommentare von Nutzern wurden nahezu eisern ignoriert. Die Folge: 

Die Bahn selbst hat ihren Kritikern die ideale Bühne für deren Unmut bereitgestellt. Statt auf negative Kommentare einzugehen, sah das Unternehmen wohlwollend über diese Beiträge hinweg. Das sorgte nur für noch mehr Unmut und Ärger – die Kritiker lieferten sich einen regelrechten Wettlauf.

Ihr Engagement innerhalb sozialer Netzwerke – mehr als nur ein Intermezzo

Wie Sie am Beispiel der Deutschen Bahn sehen, erfordert Ihre Präsenz innerhalb sozialer Netzwerke vor allem Zeit, Engagement und Know-how. Ohne eine grundlegende Planung und Strategie kommen Sie in diesen Online-Welten mit ihren ganz eigenen Regeln nicht weit. Nachfolgend habe ich Ihnen deshalb vier Tipps zusammengestellt, die Sie beachten sollten, möchten Sie innerhalb der sozialen Netzwerke nachhaltig erfolgreich sein.
  1. Nehmen Sie sich für die Pflege Ihrer Kontakte täglich Zeit

Soziale Netzwerke sind nichts, was Sie zwischen Tür und Angel eben mal schnell erledigen können. Sie erfordern ein gewisses Maß an Engagement. 

So sollten Sie sich täglich Zeit nehmen, um Kontaktanfragen zu bestätigen, Kommentare zu beantworten und Nachrichten zu verschicken. Auf diese Weise halten Sie das Interesse an Ihrer Person und Ihrem Unternehmen auf einem hohen Niveau und sorgen für Aufmerksamkeit innerhalb Ihrer Branche. 

Insbesondere bei direkten Anfragen von (potentiellen) Kontakten sollten Sie schnell reagieren. Im Zweifel gilt hier sogar: Antworten Sie lieber gar nicht als spät – denn wenn Sie erst nach Wochen reagieren, ist das Unverständnis umso größer.

Übrigens eignen sich für die Pflege Ihrer Kontakte besonders jene Tageszeiten, an denen Sie erfahrungsgemäß weniger produktiv sind. Bei vielen Menschen ist das direkt nach der Mittagspause oder kurz vor Feierabend.
  1. Löschen Sie keinesfalls kritische Beiträge


Die Netzgemeinde reagiert besonders sensibel auf jegliche Form der Zensur. Das bekam nicht nur Ursula von der Leyen zu spüren, auch viele kleine Unternehmen haben diesbezüglich schon Erfahrungen sammeln können. 

Konnten die Mitarbeiter früher einfach auflegen, sobald einer der Kunden ungemütlich wurde, erweist sich dies mittlerweile als gefährlich, denn heute kann jeder seine Meinung via Internet einem Millionenpublikum zugänglich machen.

Dennoch sollten Sie es unbedingt vermeiden, Beiträge kritischer Kunden und Profilbesucher zu löschen. Was im ersten Moment eine sehr bequeme Art der Schadenseindämmung zu sein scheint, entpuppt sich schnell als Bumerang. Durch die Entfernung negativer Kommentare ziehen Sie nämlich schnell den Zorn weiterer Nutzer auf sich – und anstatt das Problem zu lösen, haben Sie ein deutlich größeres geschaffen.

Die Lösung: Gehen Sie auf Ihre Kritiker zu und signalisieren Sie damit nach außen, dass Sie sich um die Belange Ihrer Kunden kümmern. 

Bieten Sie Lösungsvorschläge an, ohne dabei vertrauliche Informationen zu veröffentlichen. Finden Sie eine Möglichkeit, aus Ihrem Kritiker einen zufriedenen Kunden zu machen – natürlich öffentlich. So erarbeiten Sie sich schnell den Ruf eines serviceorientierten Unternehmens.

  1. Planen Sie Ihre Aktivitäten innerhalb der sozialen Netzwerke


Auch in XING, Facebook und Co. kommen Sie ohne Planung nicht weit. Es reicht nicht aus, wenn Sie einfach nur ein Profil erstellen und dann auf neue Kontakte warten. Stattdessen müssen Sie sich Ziele stecken und auch für kritische Fälle vorplanen. 

So sollten Sie beispielsweise schon im Vorfeld festlegen, wie Sie und gegebenenfalls auch Ihre Mitarbeiter auf kritische Kommentare reagieren. Eine weitere zentrale Fragestellung Ihrer Planung ist die Fixierung, wann und von wem Kontaktanfragen bestätigt werden.

Formulieren Sie nicht nur Ihre Ziele, sondern kontrollieren Sie auch die Fortschritte. 

Wie viele neue Kontakte haben Sie wirklich für sich gewinnen können? Wie viele Klicks hat Ihr Profil erreicht? Das sind Fragen, die Sie sich in regelmäßigen Abständen stellen sollten.

  1. Setzen Sie keinen Staub an


Gähnend leere Profile, die seit Wochen keine neuen Inhalte gesehen haben, wirken auf potentielle Kontakte alles andere als einladend. 

Einen Beitrag pro Woche sollten Sie deshalb mindestens veröffentlichen. Halten Sie Ihre Kontakte und Interessenten stets auf dem Laufenden - informieren Sie sie über Bewegungen, Veränderungen und Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen: Stellen Sie neue Mitarbeiter vor, präsentieren Sie Ihr neues Produkt möglichst detailliert. Sie werden sehen, die Anlässe für neue Beiträge sind vielfältig – und Ihre Kontakte freuen sich darüber.

Ihr Ziel muss es sein, die Kommunikation mit Ihren Kontakten zu steuern und maßgeblich voranzutreiben. Seien Sie keinesfalls passiv, warten Sie nicht auf Kommentare, sondern fordern Sie Ihre Profilbesucher aktiv auf, ihre Meinung zu veröffentlichen, mit Ihnen in einen Dialog zu treten.

Damit habe ich Ihnen vier einfache Tipps vorgestellt. Keiner von ihnen ist wirklich kompliziert oder schwer umsetzbar, dennoch werden diese Punkte leider immer wieder ignoriert. Ein schwerer Fehler – und ich hoffe, mit diesem Artikel dazu beigetragen zu haben, dass Sie ihn in Zukunft vermeiden. Viel Erfolg!

Autor:
Robert Nabenauer
Robert Nabenauer
Robert Nabenhauer, geboren 1975 imBadischen GeniewinkelMeßkirch, verfügt über eine breite kaufmännische Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann und Handelsfachwirt.  

Als jüngster Außendienstler in der Verpackungsbranche konnte er sich schon bald als deutschlandweit umsatzstärkster Verkäufer etablieren.  

Neben umfangreichen Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Marketing, Menschenführung, Psychologie, Selbstorganisation und Mentalarbeit hat er zusätzlich eine Ausbildung zum lizensierten Tempus-Trainer der Akademie der Tempus GmbH von Prof. Dr. Knoblauch absolviert.

Das für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens erworbene Know-how macht Robert Nabenhauer zum Experten für Marketing, Kommunikation, Führung und Selbstmanagement. Mit seiner zweiten Firma, der 2010 gegründeten Nabenhauer Consulting GmbH, möchte er diese Kenntnisse nun in Form des PreSales Marketing (www.presalesmarketing.com) aktiv weitergeben.

30.06.2012

3 Geheimnisse, Vorteile magnetisch zu präsentieren

Aufzählungen haben eine besondere Funktion im Werbetext:
  • Sie bringen Wesentliches knapp auf den Punkt.
  • Führen Schnell-Leser sicher durch den Text.
  • Machen Texte übersichtlicher und lesefreundlicher.

Jede Triade (Aufzählung von 3 Punkten), die Sie im Werbetext verwenden, können Sie als Aufzählung ("Bullets" oder "Bulletpoints") darstellen. Besonders sinnvoll ist es, die Vorteile Ihres Angebotes übersichtlich aufgezählt auf den Punkt zu bringen. Mit diesen Techniken steigern Sie die Response durch magnetische Aufzählungen:

  1. Heben Sie Ihre Aufzählungspunkte optisch hervor:
  2. Leiten Sie Ihre Aufzählung durch hypnotische Formulierungen ein, z.B.: "In 2 Minuten erfahren Sie..."
  3. Steigern Sie durch Einwürfe zwischen den Aufzählungspunkten die Begeisterung und Neugier für Ihre Botschaften, z.B.: "Das wollen Sie auf keinen Fall verpassen!" oder "Dieser (Punkt) ist richtig cool."
Weitere Beispielformulierungen und Tipps finden Sie im Newsletterarchiv, DMS-Tipp Ausgabe #89. Jetzt hier eintragen und Zugang erhalten: www.direct-mail-tipps.direkt-mehr-umsatz.de

So kann die Umsetzung in Ihrem Werbetext aussehen:


26.06.2012

Entdecken Sie das Geheimnis, wie auch lange Werbetexte gelesen werden


Wenn Sie schon einmal ohne Feuerwehr oder technisches Gerät einen Brand gelöscht oder einen Keller voll Wasser ausgeschöpft haben, kennen Sie die Eimerkette (Bucket Brigade).

Bucket Brigade im Werbetext
Pin it!

Wassereimer werden von Hand zu Hand weitergereicht, um den Inhalt von A nach B zu transportieren. Diese Eimerkette funktioniert nur effektiv, wenn alle Hände flott zupacken und die "Glieder der Kette" perfekt ineinandergreifen.

Genauso muss auch ein Werbetext aufgebaut sein, wenn er verkaufen soll.

Das ist auch das wahre Geheimnis, warum - entgegen der landläufigen Meinung - lange Verkaufstexte tatsächlich gelesen werden und effektiv sind. Nicht nur die Argumentationskette muss passen.

Auch die Bindeglieder müssen einen geschmeidigen, flüssigen Übergang von Absatz zu Absatz ermöglichen. Ein Satz führt den Leser zum nächsten. Nicht zu schnell, damit die Argumente für Ihr Angebot nicht verschütt gehen.

Aber auch nicht zu langsam. Denn dann steigt der Leser gelangweilt aus. Es muss fließen. Durch Emotionen, Zwischenüberschriften, Hervorhebungen, interessante Informationen und hypnotische Formulierungen ziehen Sie Ihren Leser immer wieder in Ihren Text. Immer tiefer. Bis er nicht mehr heraus kann bzw. will ;-).

Diese magischen Formulierungen wirken als Spannung erzeugende Bindeglieder und Übergänge zwischen den einzelnen Sätzen Ihres Werbetextes:

  • Warten Sie, das war noch nicht alles...
  • Übrigens...
  • Gute Neuigkeiten!
  • Wie dem auch sei...
  • Aus meiner Erfahrung...
  • Die Wahrheit ist...
  • Um es auf den Punkt zu bringen...
  • Was bedeutet das für Sie?
Weitere magische Formulierungen finden Sie in meinem Newsletter "DMS-Tipp #88". Jetzt hier eintragen und sofort Zugang zum geschützten Archiv erhalten: www.direct-mail-tipps.direkt-mehr-umsatz.de Direktmarketing-Legende Joseph Sugarman sagte: "Der hauptsächliche Zweck des ersten Satzes in einem Werbetext ist, Sie dazu zu bringen, den zweiten zu lesen."

21.06.2012

Begrenztes Budget fürs Onlinemarketing: Investition ins Produkt oder ins Marketing?

...eigentlich eine rhetorische Frage. Sollte man meinen. Doch die Realität sieht oft anders aus.



(C) 2012 Ulrike Gerloff www.direkt-mehr-umsatz.de



Ein tolles Produkt ist wichtig. Aber was nützt es Ihnen, wenn Sie kein Budegt mehr für dessen Vermarktung haben? Dann landet eine teure Investruine in Ihrer Schreibtisch-Schublade. Selbst wenn Sie eine gängige Onlinemarketing-Strategie kopieren, fertige Templates für Landingpages in html haben - das gibt es alles preiswert im Netz...

Was Sie nicht im Netz fertig finden, sind auf Ihre Persönlichkeit, Ihr Produkt und Ihre Zielgruppe individuell abgestimmte, wirksame Verkaufstexte! Und das ist der wichtigste Teil Ihres Marketings neben der Strategie. Denn nur, wenn Ihr Text (als Online-Pendant zum klassischen Vertriebs-Außendienst) wirklich verkauft, werden Sie überhaupt die angepeilten 100 Produkteinheiten verkaufen!

Mit herkömmlichen Billig-halali-Texten verkaufen Sie gar nichts. Dann haben Sie Ihre gesamte Investition in den Sand gesetzt. Das wird von vielen Onlinemarketern unterschätzt.

Wenn Sie nicht selbst das Profiwissen und ein gewisses Händchen für Verkaufstexte haben, sollten Sie den größten Teil des Budgets da hinein investieren. Und dabei spielt es keine Rolle, ob Sie das Verkaufsgespräch per langem Text, persönlich oder per Video präsentieren. Es ist immer ein komplettes Verkaufsgespräch inklusive Einwandvorwegbehandlung, das auch ein Vertreter beim Kunden 1:1 führen würde.

Wenn Sie ein Produkt - z.B. ein E-Book oder eine Video-Serie - haben, für das Sie 29 € netto verlangen können. Sie glauben, dass Sie mindestens 100 Stück davon verkaufen. Wären Nettoeinnahmen von 2900 €. Sie würden also Ihre Investition von 5.000 € nicht kurzfristig wieder einspielen. Eventuell nach Monaten, Jahren oder nie.

Allein für die Landingpage und weitere Verkaufstexte, die auf die Landingpage verweisen, würden 60 - 90 % Ihres Budgets draufgehen. Es sei denn, Sie können das selbst. Zum Beispiel mit Hilfe meines Handbuches fürs Verkaufstexten.
Lernen Sie die wichtigste Fähigkeit erfolgreicher Internet-Unternehmer! Verkaufstexten.

Wenn Sie eine Liste mit halbwegs warmen bis heißen Kontakten haben, dürfen Sie mit einer Conversion (Verkaufsquote) von 0,5 bis 5 % rechnen. Insgesamt sind Conversions im Bereich E-Mail-Marketing und Productlaunches durchaus zwischen 0,1 und 30 % drin. Um bei einem  (für Ihre Liste) neuen Produkt 5 % zu erreichen, brauchen Sie schon Top- Texte vom Profi, die Ihre Leads ordentlich anheizen.

Um 100 Stück zu verkaufen, sollten Sie mindestens eine Mailingliste oder einen Adressbestand an wenigstens warmen Leads von 2.500 bis 5.000 haben. Haben Sie nicht? Dann rechnen Sie die Kosten für den Aufbau einer solchen Liste hinzu (z.B. 10 € pro Lead).

Sie sehen schon, wenn Sie im Internet wirklich Geld verdienen wollen, müssen sie erst einmal investieren. Ich weiß, Sie hören und lesen täglich das ganze Gegenteil von angeblichen Internet-Millionären. Warum wohl? Weil die Ihnen Ihre blinkenden Produkte verkaufen wollen. Und das ist am leichtesten, wenn Sie glauben, diese Produkte machen Sie ohne Arbeit reich.

Glauben Sie wirklich an solche Märchen?


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Foto: © Vasiliy Yakobchuk - Fotolia.com
Wenn Ihr Budget für den großen Coup zu klein ist,
  1. stecken Sie es komplett ins Marketing und verkaufen Sie Produkte anderer (Affiliate-Marketing),
  2. suchen Sie sich Partner, die mit investieren und am Gewinn partizipieren (Joint Venture),
  3. machen Sie Ihr Produkt gut statt perfekt und vermarkten Sie es massiv (später können Sie immer noch eine neuere, bessere Version nachliefern und nochmal daran verdienen),
  4. stellen Sie den Aufbau einer Mailingliste in den Vordergrund Ihres Onlinemarketings, bevor Sie etwas verkaufen.
  5. lernen Sie grundlegende kaufmännische Fähigkeiten wie Kalkulieren, Verkaufen/ Verkaufstexten, dann können Sie vieles selbst erledigen,
  6. lassen Sie die Finger vom Onlinemarketing, wenn Sie die Märchen vom schnell ohne Arbeit und ohne Voraussetzungen reich werden glauben. Die Goldgräberzeiten für Neulinge im Internet sind längst vorbei.