28.04.2012

Wording- Praxisbeispiele vorher-nachher


Ein weißes Blatt Papier, ein leerer Bildschirm - verzweifeltes Grübeln...

Die ersten Wörter, die Ihnen einfallen, klingen kompliziert. Bürokratische Floskeln mit vielen "-ung", "-heit", "-ion" - Endungen machen sich breit... Wie sag ich´s meinem Kunden?

Ganz einfach! Wordingregel

  • Sagen Sie es ihm EINFACH!
  • Versuchen Sie nicht besonders witzig, clever oder intelligent zu wirken.
  • Schmeicheln Sie sich nicht durch Slang ein.
  • Verzichten Sie auf Fachausdrücke oder erklären Sie sie, wenn nötig.
  • Schreiben Sie, wie Sie mit einem guten Freund sprechen würden.
  • Schreiben Sie in der Sprache (Wording) IHRES KUNDEN.
Ein paar Vorher-Nachher-Beispiele:

1. persönlich ansprechen, Nutzen bieten: von einer unpersönlichen, nüchternen Botschaft zu einer sympathischen, nutzenorientierten Headline

Vorher:
"Hundehaftpflichtversicherung - ein Muss für jeden Hundehalter"


Nachher:
"Er will "nur spielen"... und Sie müssen zahlen! -
Wie Sie jetzt für nur X € p.a. ruhig schlafen können, was immer Ihr Hund anstellt"

2. Sagen Sie es direkt und einfach:

WordingregelnVorher:
"das Buch, welches..."
Nachher:
"das Buch, das..."

Vorher:
"...scheint also den Kern der Zeit getroffen zu haben"
Nachher:
"...trifft offensichtlich den Kern der heutigen Zeit."

3. Drücken Sie sich so aus, dass Ihr KUNDE Sie VERSTEHT

Vorher:
"Wir sind Geeks,..."


Nachher:
ersatzlos gestrichen! Wenn Sie Jugendliche oder jung gebliebene IT-Spezialisten anschreiben, mag das noch durchgehen. Hier waren die Anbieter diese IT-"Geeks" (soll heißen: Streber, Computerfreaks), aber die Zielgruppe und Kunden "normale" UnternehmerInnen, die eine Auftragsverwaltungssoftware kaufen sollten. NoGO!

4. Vermeiden Sie Auslegungsspielräume und Missverständnisse

Vorher:
"Deckt Ihre Feuerversicherung alle Schäden zur Wiederherstellung ab?"
Hier entsteht der Eindruck, es wird eine Versicherung angeboten. Eine typische Formulierung für die Branche. Es geht aber eigentlich um Brandschutzmaßnahmen.


Nachher:
"Wie schützen Sie sich vor Verlusten, die Ihre Feuerversicherung nicht abdeckt?"


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21.04.2012

Pinterest Monitoring

Ist Pinterest nur etwas für Stammbuchblümchen oder bringt es messbare Marketing-Reichweite? Dieser umfangreiche Beitrag verrät, wie Pinterest-Ergebnisse gemessen werden können:
http://datenonkel.com/2012/03/30/anforderungen-an-pinterest-analytics-monitoring/

Wie Sie mit Bilder pinnen Kunden gewinnen

Ich habe seit kurzem ein neues "Hobby": Bilder an meine virtuelle Pinnwand tackern.

Und das als Verfechterin des Wortes?

Ich gestehe, ich war skeptisch. Doch immer öfter hörte ich von Pinterest - dem neuen sozialen Netzwe
rk. Pinterest ist eine Pinnwand, wo Bilder und Videos gepostet, geliked und geteilt werden. Das Netzwerk wächst rasant. Und es hat mich erwischt: es macht Spaß!

Welchen Nutzen bringt Pinterest für Ihr Marketing?

Das war für mich die wichtigste Frage: Zeitverschwendung oder relevantes Marketing-Instrument? Als mir eine Texter-Kollegin nur 1 Stichwort gab - Info-Grafik -, kam meine Ideen-Lawine ins Rollen...

Pinnen Sie als Werbung für Ihr Unternehmen relevante Bilder, z.B.:

  • Cover-Bilder Ihrer E-Books und Bücher
  • Produkt-Bilder
  • Ihr Foto und Bilder Ihres Teams
  • ...
Sie können Ihre Bilder in Kategorien (Boards) einordnen und Themen zuweisen.
Der Clou: Zu jedem Bild ist ein Kommentar möglich. Dort hinein plazieren Sie jeweils den Link zu Ihrem Blog, Ihrer Landingpage oder Website.
Screenshot mein Pinterest

Sie können für den persönlichen Teil z.B. Urlaubsfotos pinnen oder Bilder von anderen, die Ihnen gefallen. So genannte Infografiken (Visualisierungen von Zusammenhängen oder Statistiken) werden oft in Blogs oder bei Facebook publiziert. Die können Sie natürlich auch in Pinterest teilen.
Als informative Inhalte. Pinterest lässt sich mit Ihren anderen Social Profilen verknüpfen.

Der Haken:

Pinterest gibt es nur auf Einladung. Sie kennen das vielleicht noch von Google+. Also: Entweder Sie bitten direkt um Einlass oder senden mir eine E-Mail und ich lade Sie ein.

Stöbern Sie einfach selbst und erkunden Sie Pinterest! Viel Spaß!


PS: Mehr Tipps dazu gab es in meinem Newsletter (DMS-Tipp Nr. 80 im passwortgeschützten Archiv für eingetragene Leser). Hier eintragen...

14.04.2012

Was wollen Ihre Kunden? 11 Ansätze für Ihre Marktforschung

Auch wenn Sie es nicht mehr hören können: das Wichtigste ist, Ihre Zielgruppe bzw. Ihre Kunden gut zu kennen. Dafür ist es extrem hilfreich, Ihre Zielgruppe(n) so eng wie möglich zu definieren.

Beispiel: 

statt "Familien" besser "Berufstätige Eltern, verheiratet, Anfang 30, mit 2 Kindern im Vorschulalter"

Warum Sie so spezifisch sein müssen

Sie können Ihre Zielgruppe nur genau kennenlernen und zielgerichtet Angebote sowie Werbemaßnahmen entwickeln, wenn sie klein genug ist. Nur dann lassen sich (durchschnittliche) gemeinsame Bedürfnisse ableiten. Nur dann erfahren Sie, wo Sie nach den Bedürfnissen suchen müssen - da, wo sich diese spezielle Zielgruppe "aufhält".

Wollen Sie so viele wie möglich auf einmal erreichen, erreichen Sie im Zweifel gar niemanden. Denn dann ist die Bedürfnisstruktur Ihrer Zielgruppe so heterogen, dass sich niemand wirklich angesprochen fühlt.

7 auf einen Streich ist nur ein Märchen

Sie können sich mit allgemeinen Umfragen auf Ihrer Webseite oder in sozialen Netzwerken zu Ihrer Zielgruppe vortasten. Aus den Antworten kristallisieren sich mögliche Zielgruppen heraus.

Haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht, kommen folgende Informationsquellen in Frage (und das ist nur der Anfang... ;-)):


  1. Soziale Netzwerke: Was wird in Facebook- oder Xing-Gruppen diskutiert, in denen sich Ihre Zielgruppe aufhält? Nutzen Sie die Fragestellen-Funktion oder einfach die Statusmeldung bei Facebook und Xing.
  2. Publikationen verfolgen: Was wird gerade zum Branchenthema an Büchern veröffentlicht (amazon)? Pressemitteilungen, Fachpubikationen der Branche bzw. typische Zielgruppeninformationen lesen (Zeitschriften, Blogs, Newsletter,...), Fachveranstaltungen besuchen (oft effektiver als allgemeine Businesstreffs),... Lesen Sie, was Ihre Zielgruppe liest, hört, sieht!
  3. Medien und Konkurrenz beobachten - was ist da gerade Thema (Werbung der Konkurrenz - Tops und Flops, Fernsehsendungen, Trends...)
  4. Nischen testen: Testen Sie Angebote für eng begrenzte Nischen mit separater Landingpage/ Mailingaktion! So stellen Sie fest, ob Ihre Idee marktfähig ist. Sie sollten generell Angebote und Werbekampagnen erst einmal mit einer Stichprobe Ihrer Mailingliste bzw. Kundenkontakte testen, bevor Sie sie an alle "ausrollen".
  5. Marktforschung: Studien von Forschungs- oder Brancheninstituten (kostenlos manchmal in Blogs und Fachzeitschriften zum Marketing oder der Branche, kostenpflichtige wissenschaftliche Erhebungen von Statistischen Ämtern, Wirtschaftsforschungs- und Konsumforschungsinstituten, GfK), Branchenverbände 
Sie wollen alle 11? 

Den Rest gibt es in "Directmail-Spezis Tipp" Nr. 79 (Archiv) zu lesen. Tragen Sie sich jetzt hier kostenfrei ein für Ihren Zugang ab der nächsten Ausgabe: dmstipp.direkt-mehr-umsatz.de 

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