19.05.2012

Wann SEO Sie Umsatz kostet

Auch wenn Ihnen noch so überzeugende SEO-Experten einreden, Sie müssen alle Ihre Onlinetexte auf Keywords optimieren - lassen Sie es!

Denn das bedeutet meist, die Überzeugungskraft und Conversion Ihrer Verkaufstexte dem Götzen Google zu opfern. Und wissen Sie was? Google will Ihr Opfer gar nicht! Im Gegenteil.

Stopfen Sie Ihre Texte mit Keywords zu, werden Sie im Ranking sogar abgestraft.

Denn Google will wertvollen Content, der auch für Google-Nutzer verständlich ist. Nicht nur für die Suchmaschinen.

Herkömmliche keywordoptimierte Webtexte wirken wie eine Aneinanderreihung von Schlagwörtern. Nicht besonders attraktiv und gut lesbar für Menschen. Doch genau die sind es, die Ihre Website besuchen und letztlich Ihre Angebote kaufen. 
Aus zig tausenden Kaulquappen...

werden nur wenige Frösche, deren Quaken bald zu hören sein wird. Wie im "Google-Teich"...


Und diese Menschen finden Sie nicht nur über Google. Sondern verstärkt über soziale Netzwerke, andere Suchmaschinen, Ihre Werbeaktivitäten und Verlinkungen.

Warum also die Überzeugungskraft Ihrer Werbetexte einer Traffic-Quelle opfern?

Weil Google und vor allem SEO-Experten damit Geschäfte machen? Der Google-Algorithmus ändert sich immer wieder. Das heißt, Sie müssen Ihre Keyword-Strategie und Ihre Texte ständig den Wünschen von Google anpassen. Immer in der Hoffnung, ganz oben auf Seite 1 bei den Suchergebnissen zu landen.

Müssen Sie?

Überlegen Sie einmal: Wie oft bekommen Sie versprochen: "Ich bringe Sie auf Seite 1 bei Google"? Ist das realistisch? Nicht alle Anbieter können auf ein Keyword auf Seite 1 erscheinen. Das ist ein banales Platzproblem. - Weit vorn sein, ist wichtig. Denn mehr als 2 Suchseiten schaut kaum jemand an. Keine Frage. Aber wie im Bus können nicht alle Mitreisenden gleichzeitig vorne sitzen. ;-)

Bei Google wollen alle in der 1. Reihe sitzen

Wenn Sie ganz natürliche Verkaufstexte schreiben, haben Sie automatisch die relevanten Schlüsselwörter im Text. Denn Sie schreiben ja über Ihr Angebot.
Keywords sind nur der Köder, nicht die Angel! Ich habe einen Kollegen, der hat sich noch nie um Keyword-Optimierung gekümmert. Aber er ist ein fantastischer Verkaufstexter. Er steht seit Jahren mit seinem Keyword - das auch in seiner Domain vorkommt (wichtig!) - unter den ersten 4 Suchergebnissen bei Google. Ohne SEO. Immer ausgebucht.

Damit Sie bei Google und auch bei allen anderen Quellen unter Ihrem Wunsch-Stichwort gefunden werden:

Wählen Sie 1 Keyword pro Text.
 
Betonen Sie es am Textbeginn. Insgesamt sollte die Keyword-Dichte in Ihrem Text nicht mehr als 3-4 % betragen. (Mehr dazu im DMS-Tipp #84 - jetzt hier anmelden: www.direct-mail-tipps.direkt-mehr-umsatz.de)

Wählen Sie Ihre Keywords weise!

Nutzen Sie das Google-Keyword-Tool, aber auch Facebook und neutrale Tools um festzustellen, wonach GESUCHT wird. Es ist ziemlich irrelevant, mit welchen Keywords Ihr Wettbewerb losmarschiert. Das kann höchstens als Anregung zur Überprüfung dienen.

Oft werden teure Keywords mit starkem Wettbewerb genutzt, die die Zielgruppe (Ihr Kunde) gar nicht sucht. Überlegen Sie also, wonach Sie als Kunde suchen würden, wenn Sie Ihr Produkt finden wollten.

Opfern Sie niemals Lesbarkeit und Werbewirksamkeit der Keywordoptimierung!


Viel Traffic ist gut. Aber nur, wenn dann auch die Conversion stimmt. Dazu brauchen Sie verkaufsstarke Webtexte. Ob Sie überhaupt Massen-Traffic brauchen, hängt stark von Ihrem Geschäftsfeld und Ihrer Zielgruppe ab. 

13.05.2012

Social Media vs. Rechtsprechung - ein konfliktreiches Pflaster fürs Marketing

Die neuen Medien leben vom interaktiven Austausch. Sie machen Spaß. Zumindest so lange, bis man sich die Rechtslage ansieht ;-).

Telemediengesetz, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und Urheberrechtsschutz trüben den ungebremsten Spaß am Teilen von Bildern und Texten. 


Über die Anforderungen an rechtskonformes E-Mail-Marketing habe ich Sie in meinen Webinaren schon informiert. Dass Sie ein Impressum auf Ihrer Webseite und in Ihren geschäftlichen E-Mails haben müssen, sollten Sie inzwischen auch wissen.

Wie sieht das aber in sozialen Netzwerken aus?

Genauso!!!

Die Rechtsprechung hat klargestellt: das Impressum bei Facebook-Seiten im "Info"-Bereich unterzubringen, reicht nicht aus! Sie müssen wie auf anderen Webseiten auch Ihr Impressum auf der Facebook-Fanpage deutlich sichtbar machen. Das lässt sich am besten als Tab realisieren.

"Dank" der unvermeidlichen Facebook-Chronik haben Sie nun kaum noch Raum für Ihre Angebote in der Tableiste. Denn der Tab "Bilder" ist fix, der Impressum-Tab sollte auch immer sichtbar sein. Also dürfen Sie die schwere Entscheidung treffen, welche 2 Anwendungen Ihnen die wichtigsten sind, um daneben in der Tableiste zu erscheinen. Nicht gerade Marketing freundlich :-(



Lösungen für Ihr rechtskonformes Impressum in sozialen Netzwerken

Eine gute Nachricht gibt es aber wenigstens dazu: Hier bekommen Sie eine kostenfreie Anwendung inklusive Facebook-Disclaimer, mit der Sie diesen Tab auf Ihrer Fanpage installieren und konfigurieren können: yourfans. Weitere Informationen dazu: Juraforum.de

Diese Impressumspflicht gilt auch bei Google+, Twitter, Pinterest etc. Für Pinterest habe ich es für mich als extra Board gelöst. Das sollte
an der Pinnwand
auch ganz vorn oben stehen, damit es jeder Seitenbesucher sofort sehen kann.

05.05.2012

Wie Sie den Erfolg im Onlinemarketing steuern


Steuern und optimieren können Sie nur, was Sie auch messen können. Im Onlinemarketing sind die drei wesentlichen Stellgrößen dafür:

  • Traffic,
  • Klickrate und
  • Conversionrate.
Traffic ist so zu sagen der Besucherstrom, die Interessenten.

Die Klickrate ist die Anzahl derer, die auf die entsprechenden Links in Ihrer E-Mail oder auf Ihrer Webseite bzw. in Ihrem Shop klicken.

Die Conversionrate ist dann die Anzahl der Ausgangskontakte, die tatsächlich gekauft haben. Die Conversionrate kann auch zur besseren Analyse auf die Anzahl der originären Klicks bezogen werden.

Beim E-Mail-Marketing ist der Traffic mit der Anzahl der Kontakte in Ihrer Mailingliste gleichzusetzen. Dazu kommt die Öffnungsrate als weitere wichtige Steuergröße. Denn nur eine geöffnete E-Mail wird gelesen. - Naja. Das stimmt heute nicht mehr ganz, denn viele Menschen lesen E-Mails im Vorschaufenster ihres E-Mail-Programms. Daher hat die Öffnungsrate inzwischen an Genauigkeit eingebüßt, nicht aber an Bedeutung für Ihren Onlineerfolg.

Was fangen Sie mit diesen Kennzahlen an?

Beispiel 1 zur Öffnungsrate:

Sie haben eine E-Mail in 2 Varianten verschickt. Sagen wir, ein Splittest mit zwei Betreffzeilen. Ansonsten ist alles gleich: die Empfänger (10.000), das Angebot (Preis 49 €), der E-Mail-Inhalt.

Die Ergebnisse:

E-Mail Betreff 1 E-Mail-Betreff 2
Empfänger 10.000 10.000
Öffnungen 2.500 4.000
Öffnungsrate 25 % 40 %
Klicks 1.500 2.400
Klickrate 60 % 60 %
Kaufabschlüsse 450 720
Conversionrate
(bezogen auf Klicks)
30 % 30 %
(bezogen auf Empfänger) 4,5 % 7,2 %
= Umsatz 22.050 € 35.280 €

Hier hilft nur eines
: Betreffzeile optimieren! Zusätzlich Versandzeitpunkt und Absenderkennung prüfen. Die Öffnungsrate ist verbesserungswürdig. 




Kennzahlen Onlinemarketing


Ändert sich nur eine Kennzahl bei sonst gleichen Voraussetzungen, kann das Optimierungspotenzial gut lokalisiert werden. Das heißt aber nicht, dass durch Verbesserungen der anderen Bereiche (Angebot, Verkaufstext) das Umsatzergebnis nicht zusätzlich deutlich verbessert werden könnte. Die Klick- und Conversionraten hängen schließlich auch von anderen Faktoren ab. Alle Größen sind variabel.

In der Praxis ist es so einfach aber nicht. Da können die Kennzahlen sehr unterschiedlich und scheinbar widersprüchlich auftreten. Und schon stellt sich die Frage: Was ist "besser" - höhere Öffnungrate oder höhere Klickrate? Es kommt darauf an...



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