17.09.2012

Ist der Onlinehandel der Mörder des Ladens um die Ecke?

"Showrooming" - bedeutet das virtuelle Windowshopping mit permanentem Preisvergleich das Ende des stationären Handels? Dieser Frage geht der Trendletter aktuell nach...

Immer mehr Konsumenten informieren sich vorm Einkauf im Internet und vergleichen Preise. Mit diesen Informationen gehen sie dann auf den Laden um die Ecke zu und wollen die Ware vor Ort zum Onlinepreis. Smartphones ermöglichen gar den direkten Preisvergleich vor Ort via App.

Eine Herausforderung...


Nun muss man kein Betriebswirt sein um zu verstehen, dass zum Onlinepreis oft Versandkosten und Wartezeiten hinzuzurechnen sind. Und dass lokale Geschäfte eine andere Kostenstruktur aufweisen als Onlinehändler. Die Kosten schlagen sich natürlich in der Preiskalkulation nieder. Doch das ist dem Verbraucher egal. Er will billig und schnell.

Stirbt dadurch der herkömmliche Handel?


Nur, wenn der Handel nicht genauso flexibel und auf der Höhe der Zeit agiert wie seine Kunden. Der Handel braucht neue Konzepte, um auch bei Internet affinen Zielgruppen interessant zu bleiben.

Doch beim Stadtbummel sehe ich ständig "Sale" an den Schaufenstern stehen. - Abgesehen davon, dass ich die deutsche Sprache in Deutschland bevorzuge. Erwiesenermaßen verstehen die meisten Verbraucher englische Begriffe nicht oder falsch. - Auf kundenfreundlichen Service, Beratung etc. wird dann auch gleich verzichtet.

Der Preis (z.B. Dauer-Sale-Aktionen) ist eher nicht der Ansatzpunkt für ein sicheres Überleben in der Zukunft. Da hat der Onlinehandel wohl die Nase vorn. Selbst persönliche Beratung kann Kunde heute online bekommen. Die Lösung könnte u.a. in der Antwort auf die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels liegen:

Was haben Ladengeschäfte gegenüber der Onlinewelt für nachhaltige, einzigartige Vorteile?

Da ist Kreativität, aber auch Besinnung aufs Wesentliche und die Einzigartigkeit von Ladenlokalen gefragt:
  • Sofort mitnehmen/ sofortige Verfügbarkeit,
  • spontan beim Bummeln kaufen,
  • Inspiration durch alle 5 Sinne:
  • fühlen,
  • riechen,
  • schmecken,
  • sehen,
  • hören,
  • an Ort und Stelle ausprobieren,
  • Einkaufserlebnis,...
Auch die Vernetzung von Online- und Offline-Angeboten kann eine Quelle gewinnbringender Synergien sein, um den Einkauf vor Ort lukrativ zu machen.
 
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